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„Es brennt lichterloh“

„Es brennt lichterloh“

Die internationale Presse ist beeindruckt vom harten Titelkampf in dieser Saison. Der Fahrstil von Max Verstappen wird in einigen Zeitungen hart kritisiert.
Im vorletzten Rennen der Formel 1 Saison sorgt eine Kollision zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton für Wirbel. Durch ein Bremsmanöver des Niederländers kracht Hamilton von hinten in den Red Bull .
SID
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von SID

Das Titelrennen in der Formel 1 ist in diesem Jahr an Dramatik kaum zu überbieten.

Das verrückte Rennen in Dschidda gab mehr als nur einen Vorgeschmack darauf, wie hart und gefährlich es am kommenden Wochenende beim finalen Showdown in Abu Dhabi zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton zugehen wird. (Die Stimmen zum Grand Prix von Saudi-Arabien)

In den internationalen Medien wird vor allem der Herausforderer aus den Niederlanden für dessen gefährliche Manöver kritisiert - nicht nur in Hamiltons britischer Heimat. Einig sind sich die Zeitungen und Newsportale in der gespannten Erwartung eines historischen letzten Rennens in nicht einmal einer Woche. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

SPORT1 fasst die Pressestimmen zusammen.

ENGLAND

Sun: „Rowdy Arabia. Lewis Hamilton meint, dass sein Rivale Max Verstappen über das Limit hinausfährt. Und er entging nur knapp einer Katastrophe, als Verstappen plötzlich bremste. Braking Bad. Als die Raketen den Himmel von Dschidda erhellten, war es ein Vorgeschmack darauf, dass noch mehr Feuerwerk auf uns zukommt.“

Guardian: „Nach Chaos, Nadelstichen, Missverständnissen und einem absolut kompromisslosen Rennen brauchte es einen kühlen Kopf. Lewis Hamilton hat mit seinem Sieg in Saudi-Arabien dafür gesorgt, dass vor dem Saisonfinale der Formel 1 alles offen ist. Er ist nun punktgleich mit Verstappen nach einem Rennen voller Komplexität und Verwirrung, das vielleicht zu einer Saison passt, die unmöglich vorherzusagen war. Die beiden Protagonisten verließen das Rennen mit unterschiedlichen Ansichten.“

Daily Mail: „Am Ende eines der chaotischsten, dreckigsten und verwirrendsten Formel-1-Rennen der Geschichte gehen Lewis Hamilton und Max Verstappen in ihrem unvergesslichen Duell gleichauf ins Finale in Abu Dhabi.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Times: „Hamilton putzt ‚verrückten‘ Verstappen nach chaotischem Sieg herunter. Erstmals seit 1974 werden die beiden Titelfavoriten zum letzten Rennen der Saison mit identischer Punktzahl antreten.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

NIEDERLANDE

De Volkskrant: „Hamilton und Verstappen liefern sich einen Titanenkampf bis zum letzten Atemzug. Weltmeister Lewis Hamilton und Herausforderer Max Verstappen gönnten sich beim Großen Preis von Saudi-Arabien keine Daumenbreite. Eines steht fest: Ein spannenderes Finale, dank dieser zwei Kampfhähne, hat die Formel 1 noch nie gehabt.“

De Telegraaf: „Wo führt das noch hin? Unnachahmlicher Titanenkampf zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton. Dass die beiden Kampfhähne nach dem irrsinnigen Sieg des Briten in Dschidda mit identischer Punktzahl Richtung Saisonfinale rasen, ist das Traumszenario für die Formel 1. Der Zuschauer kann kaum noch folgen.“

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: „Die Formel 1 ist so spannend wie noch nie. Verstappen-Hamilton ist ein Duell bis zum letzten Atemzug - und nach 21 Grands Prix beginnen die beiden von vorn. Das Duell zwischen den beiden Titanen ist eines der härtesten und gefährlichsten in der Formel-1-Geschichte. Hamilton hat noch nie gegen einen so zähen und skrupellosen Rivalen wie Verstappen kämpfen müssen.“

Corriere dello Sport: „Formel Wilder Westen. Das Finalrennen ist vollkommen offen, ein Duell bis zum letzten Meter. Der Grand Prix in Dschidda ist ein Konzentrat von Spannung. Hamilton ist der Beste, weil er die günstigen Gelegenheiten optimal nutzt. Er hat in seiner Karriere schon alles erobert, aber er fährt mit der Motivation eines Piloten, der noch nichts gewonnen hat. Das ist seine Stärke.“

Tuttosport: „Hamilton gewinnt einen verrückten Großen Preis von Saudi-Arabien. In Dschidda kommt es zu Unterbrechungen, roten Flaggen und Massenkarambolagen, die Hamilton am Ende belohnen. Jetzt entscheidet sich alles am kommenden Sonntag in Abu Dhabi. Eine ganze Saison wird von einem einzigen Rennen abhängen.“

La Repubblica: „Eine WM ohne Bremsen. Das Rennen in Dschidda gleicht einem Boxkampf. Seit dem Duell Regazzoni-Fittipaldi im Jahr 1974 hat die Formel 1 so etwas nicht mehr erlebt. Wer weiß, ob der schnellste, der beste Pilot, oder das solideste Auto gewinnen wird.“

Corriere della Sera: „Die vorletzte Folge dieses zähen Romans ist ein russisches Roulette, ein Stierkampf. Die Formel 1 erlebt das härteste und verrückteste Rennen der modernen Ära.“

SCHWEIZ

Blick: „Dieser Grand Prix in Dschidda wird noch heiß diskutiert werden. Max Verstappen gibt keine gute Figur ab.“

SPANIEN

Marca: „Hamilton gewinnt eine Schlacht. Verstappen hätte sich mit einem unfairen ‚Brake Test‘ die schwarze Flagge einholen müssen. Die Rivalität der WM-Anwärter ist mittlerweile zu einem Hassduell mutiert. Eine Eins für Hamilton, eine Sechs für Verstappen. Hamilton fährt im Weltmeistermodus. Verstappen darf das Reglement nicht mit Füßen treten. Ein Rennen wie in einem Drehbuch.“

As: „Hamilton schlägt Verstappen in einem dreckigen Rennen mit gefährlichen Manövern von beiden Piloten. Es ist ein Hahnenkampf in einem Rennen voller Zwischenfälle. Mad Max ist mehr mad denn je. Die Spannung hält bis zum letzten Tag.“

Sport: „Historisches Armdrücken zwischen Hamilton und Verstappen. Das Rennen war nichts für Herzkranke. Verstappen kommt letztendlich mit einem blauen Auge davon. Beide Fahrer befinden sich gerade im Kriegsmodus. Die Feindschaft zwischen dem Briten und dem Niederländer ist latent.“

El Mundo Deportivo: „Es brennt lichterloh zwischen den WM-Favoriten, es war ein Rennen voller Zwischenfälle und mit viel Theater. Eine Wahnsinnsschlacht um den Titel. Einfach historisch. Nur das Schicksal wollte, dass es bei dem Rennen keine schweren Zwischenfälle gab. Es bleibt jetzt die finale Schlacht in Abu Dhabi, da wird es genauso oder noch heftiger zugehen. Max drehte durch. Mit den zehn Sekunden Zeitstrafe kommt er glimpflich davon.“

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