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Olympia: IOC-Chef Bach über russische Sportler: "Schweigen auch eine Botschaft"

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Olympia: IOC-Chef Bach über russische Sportler: "Schweigen auch eine Botschaft"

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Bach: „Auch Schweigen eine Botschaft“

Bach: „Auch Schweigen eine Botschaft“

IOC-Präsident Thomas Bach ist gegen eine pauschale Bestrafung russischer Sportler. Olympische Spiele 2036 in Deutschland hält er für möglich.
IOC-Präsident ist gegen eine pauschale Sanktion russischer Sportler
IOC-Präsident ist gegen eine pauschale Sanktion russischer Sportler
© GETTY IMAGES NORTH AMERICA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID/ANDY LYONS
. SPORT1
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von SPORT1

Präsident Thomas Bach vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) hält eine erfolgreiche Bewerbung Deutschlands für die Sommerspiele 2036 für möglich.

Wie Bach der Sport Bild sagte, stünde das historisch brisante Datum, 100 Jahre nach den Nazispielen von Berlin, Olympia auf deutschem Boden nicht im Weg. Vor allem glaube Bach an einen möglichen Erfolg, weil das Thema „international nicht so belastet gesehen würde“.

Vielmehr sehe Bach in einer Bewerbung eine Chance: „Natürlich gäbe es Kritiker, und es gäbe Kritiker bei den anderen Bewerbern. Aber aus internationaler Sicht werden Deutschland diese Spiele von 1936 nicht vorgeworfen. Sie könnten sogar ein Zeichen setzen, so wie München (Olympische Sommerspiele 1972/Anm. d. Red.) ein Zeichen gesetzt hat. Damals sind uns die Spiele von 1936 auch nicht vorgeworfen worden. Diese Chance würde sich auch 2036 ergeben - beim Datum würde ich nicht das wirkliche Hindernis sehen.“

Aber nicht nur die Vergangenheit beschäftigt den IOC-Präsidenten, auch die Gegenwart mit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist ein schwieriges Thema. Zwar sei Bach den nationalen Verbänden dankbar, dass russische Sportler, die den Krieg mit Worten oder dem Tragen des Buchstaben Z unterstützen, sanktioniert werden.

IOC-Präsident Bach: „Auch Schweigen eine Botschaft“

Allerdings spreche er sich eindeutig gegen ein Startverbot wie in Wimbledon aus. „Das läuft vollkommen gegen unsere Regeln und gegen unsere Aufgaben.“ Zudem betonte er, dass eine generelle Bestrafung russischer Sportler schwierig sei. Wenn man die aktuelle Lage in Russland betrahte, „dann kann man zu dem Schluss kommen, dass Schweigen auch eine Botschaft ist.“

Damit erinnerte er an ein nach dem Angriff auf die Ukraine in Russland erlassenes Gesetz, dass jeder, der sich gegen den Krieg einsetzt, mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft werden könne.

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mit Sport Informationsdienst SID

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