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DSB-Chef lehnt Peking-Boykott ab

DSB-Chef lehnt Peking-Boykott ab

DBS-Chef Friedhelm Julius Beucher hat die Vergabe der Winterspiele nach Peking scharf kritisiert.
Friedhelm Julius Beucher (l.) kritisert Olympia-Vergabe
Friedhelm Julius Beucher (l.) kritisert Olympia-Vergabe
© AFP/POOL/SID/INA FASSBENDER
SID
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von SID

DBS-Chef Friedhelm Julius Beucher hat die Vergabe der Winterspiele nach Peking scharf kritisiert. „China ist unter Berücksichtigung der Menschenrechtslage ein Land, in das Olympische und Paralympische Spiele nicht hätten vergeben werden dürfen“, sagte der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS): „Die Entscheidung, die Spiele dorthin zu vergeben, ist nicht mehr umkehrbar. Aber diejenigen, die sie getroffen haben, müssen sich gefallen lassen, dass sie darauf hingewiesen werden.“

Er werde nicht nach China fahren, "um Ärger zu machen, aber wenn ich gefragt werde, sage ich auch meine Meinung", führte der 75-Jährige aus. Es falle ihm "schwer zu schweigen". Boykottforderungen halte er allerdings für unangebracht: "Es ist ohnehin schon schwer genug, zwischen politischem und sportlichem Boykott zu trennen. Letzteres steht nicht zur Diskussion und hat auch noch nie etwas bewirkt."

Durch sportliche Boykotte habe es "in der Vergangenheit noch nie eine Veränderung gegeben", sagte Beucher weiter. Vielmehr sei das "Sache der Regierungen". Angesichts der Umstände spüre er auch nur gedämpfte Vorfreude. Die Paralympics (4. bis 13. März) seien sportlich zwar weiter "ein absolutes Highlight, aber es gibt mit Blick auf Corona und den Austragungsort China auch große Sorgenfalten", sagte der frühere Bundestagsabgeordnete.

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