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Fremdgesteuert? Tennis-Star Alexander Zverev packt aus

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Fremdgesteuert? Tennis-Star Alexander Zverev packt aus

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Fremdgesteuert? Zverev packt aus

Fremdgesteuert? Zverev packt aus

„Ich habe immer nur gemacht, was mir gesagt wurde“: Alexander Zverev blickt zurück auf das gestörte Verhältnis zu seinem früheren Management - und was er inzwischen anders macht.
Alexander Zverev wurde 2021 Olympiasieger
Alexander Zverev wurde 2021 Olympiasieger
© Imago
. SPORT1
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von SPORT1

Alexander Zverev und sein Bild in der deutschen Öffentlichkeit: Das war nicht immer eine einfache Geschichte.

Deutschlands bester Tennisspieler verfolgte lange der Ruf, unnahbar und in anderen Sphären unterwegs zu sein - nun spricht er in einem in dieser Woche veröffentlichten Interview über das, was aus seiner Sicht dahintersteckte. Und wie er diesen Ruf jetzt hinter sich lassen will. (NEWS: Alles zum Tennis)

Alexander Zverev kritisiert früheres Management

Sein früheres Management habe ihn „immer als Weltstar gesehen, dem Deutschland eigentlich egal sein kann“, erklärt der Olympiasieger in einem Podcast-Gespräch mit der Marketing-Plattform OMR, veröffentlicht im Vorfeld des deutschen Davis-Cup-Wochenendes.

Der 25-Jährige, der seit 2021 von Freunden und seinem Bruder Mischa beraten wird, liegt nun viel daran, andere Signale zu setzen: „Ein Riesenunterschied ist, dass Deutschland mir sehr, sehr wichtig ist. Ich will mich mit den deutschen Menschen als eins fühlen, ich möchte, dass das deutsche Publikum mich besser kennenlernt. Das war eine Riesenumstellung zu dem Management davor.“

Dessen Herangehensweise habe ihn schon damals „gestört“, aber „ich hatte nichts zu sagen bei dem Thema. Ich habe immer nur gemacht, was mir gesagt wurde.“ Das sei „okay im jungen Alter“ gewesen, nun aber nicht mehr sein Anspruch an sich selbst. Er wolle nicht mehr nur „ein Passagier in meiner eigenen Karriere sein“.

Eine weitere Veränderung, die ihm wichtig sei: Er nehme mehr Einfluss auf Business-Deals, investiere in Firmen, an die er glaube - aktuell hat er Geld in eine Firma gesteckt, die Trainingsinhalte mit Virtual-Reality-Brillen entwickelt und in ein Unternehmen, das Sporthosen herstellt, in denen gekühltes Wasser zirkuliert.

Ex-Manager Patricio Apey galt als schlechter Einfluss

Zverev wurde früher von dem chilenischen Ex-Profi Patricio Apey beraten, einst Trainer von Gabriela Sabatini und aktuell noch Berater von Stefanos Tsitsipas.

Zverev nennt Apey - mit dem er sich später einen Rechtsstreit lieferte - nicht beim Namen, aber seine Kommentare dürften vor allem auf ihn gemünzt sein, weniger auf das von Roger Federer mitgegründete Team 8, bei dem er zwischen 2019 und 2021 unter Vertrag stand.

Nach SPORT1-Informationen mühte sich Zverev schon zu Team-8-Zeiten um mehr Präsenz in Deutschland und sah sich in dieser Hinsicht als schlecht beraten von Apey an.

Zverev will mit den Deutschen eins werden

Ein weiteres Detail, das der aktuell noch immer verletzte Zverev in dem Podcast ausplaudert: Auch in seiner Wahlheimat Monaco pflegt Zverev Kontakte zu anderen Deutschen. Dabei verbringe er nach eigenen Angaben viel Zeit mit den Fußballspielern Kevin Volland und Alexander Nübel von der AS Monaco.

„Wir hängen alle zusammen herum. Wir haben bei WhatsApp eine Gruppe, die heißt ‚Monaco-Stammtisch‘“, verrät Zverev. Auch „die ganzen Formel-1-Fahrer“ wie etwa Nico Hülkenberg seien in der Gruppe vertreten, sowie auch der nach Monaco ausgewanderte und aus dem TV bekannte Unternehmer Robert Geiss (“Die Geissens“): „Der ist da einer der lustigsten“ findet Zverev.

Zverev kuriert aktuell noch seine Knöchelprobleme aus und fehlt Deutschland daher im Davis Cup: Das DTB-Team sicherte sich am Freitag dennoch mit einem Sieg gegen Belgien das Ticket für das „Final 8″ im November.

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