Anzeige
Home>Tennis>Grand Slams>

Australian Open: "Wirklich zermürbend!" Novak Djokovic kritisiert Melbourne-Planer

Grand Slams>

Australian Open: "Wirklich zermürbend!" Novak Djokovic kritisiert Melbourne-Planer

Anzeige
Anzeige

Djokovic kritisiert Melbourne-Planer

Bei den Australian Open kommt es immer wieder zu langen Nachtschichten. Nun schaltet sich auch Novak Djokovic in die Diskussion ein und fordert ein Umdenken der Organisatoren.
Pünktlich zu den Australian Open präsentiert sich Loris Karius im Tennis-Fieber. Er versucht sich mit seiner Freundin Diletta Leotta im Padel-Tennis.
. SPORT1
. SPORT1
von SPORT1

Nun zeigt auch Novak Djokovic klare Kante in der Diskussion um die langen Nachtsessions bei den Australian Open.

„Der Schlafrhythmus wird völlig gestört, und man hat nicht genug Zeit, um sich für ein weiteres Fünf-Satz-Spiel zu erholen“, erklärte der Serbe nach seinem Sieg gegen Grigor Dimitrov und wandte sich direkt an die Organisatoren des Grand Slams in Melbourne: „Ich denke, nach dem, was wir in diesem Jahr erlebt haben, muss etwas am Spielplan geändert werden.“ (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse)

Mit diesen Aussagen sprang er dem mittlerweile bereits ausgeschiedenen Andy Murray zur Seite, der in der zweiten Runde einen epischen Comeback-Sieg gegen Thanasi Kokkinakis gefeiert hatte. Erst nach fünf Stunden und 50 Minuten stand der Fünf-Satz-Sieg des Briten fest - die Uhr zeigte vier Uhr in der Nacht an! (NEWS: Epischer Thriller bei Australian Open!)

„Ich weiß nicht, wem es etwas bringt“, hatte Murray danach gesagt. Er fügte mit Blick auf die Uhr an: „Nach so einem Match kommen wir hierher, und das ist die Diskussion.“ Es sei „eine kleinen Farce“. Zudem müsse man auch an die Ballkinder denken, die zu dieser Uhrzeit eigentlich schon im Bett sein sollten.

Auch Martina Navratilova kritisiert die Zustände

Auch die 18-malige Grand-Slam-Siegerin Martina Navratilova zeigte sich unzufrieden mit diesen Zuständen. „Verrückt - kein anderer Sport macht das“, schrieb sie auf Twitter und forderte, dass im Tennis „bessere Regeln“ in Bezug auf das Wetter sowie die Start- und Endzeiten von Matches gefunden werden müssten.

Djokovic brachte nun sogar einen Vorschlag für eine mögliche Änderung in der Spielplangestaltung ein. „Es gibt Tage, an denen die Day Sessions länger dauern. Statistisch gesehen gibt es aber wahrscheinlich mehr Tage, an denen sie maximal um 18 Uhr enden - dann könnte man die Night Session mindestens eine Stunde früher starten“, erklärte die aktuelle Nummer fünf der Welt. (SERVICE: ATP-Weltrangliste)

Wenn du hier klickst, siehst du Twitter-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von Twitter dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
IMMER AKZEPTIEREN
EINMAL AKZEPTIEREN

Zwar verstehe der 35-Jährige die Faszination dieser Nachtspiele für die Zuschauer, „für uns ist es aber wirklich zermürbend“.

Dass es wirklich zu Änderungen kommen wird, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Bereits nach der Kritik von Murray meldete sich Turnierdirektor Craig Tiley zu Wort. „Wenn man nur ein Spiel für den Abend ansetzt und es eine Verletzung gibt, hat man weder für die Fans noch für die Fernsehsender etwas“, sagte Tiley dem TV-Sender Nine: „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen Grund, den Spielplan zu ändern.“ (NEWS: Alles zu den Australian Open)

Die Zuschauer dürfen sich also wohl weiter auf hart umkämpfte Duelle bis in die Nachtstunden freuen. Für die Athleten hingegen heißt es dann, weiter mit diesen von Murray als Farce bezeichneten Zuständen zu leben.