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ITTF-Kongress: Weikert-Abschied mit positiver Bilanz

ITTF-Kongress: Weikert-Abschied mit positiver Bilanz

Vor seinem Abschied aus dem Präsidentenamt beim Tischtennis-Weltverband hat Thomas Weikert eine positive Bilanz seiner Tätigkeit gezogen.
Weikert verlässt das Amt nach sieben Jahren
Weikert verlässt das Amt nach sieben Jahren
© AFP/SID/JUAN MABROMATA
SID
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von SID

Vor seinem Abschied aus dem Präsidentenamt beim Tischtennis-Weltverband hat Thomas Weikert eine insgesamt positive Bilanz seiner siebenjährigen Tätigkeit gezogen. „In vielen Bereichen haben wir Verbesserungen für das Tischtennis erreicht“, sagte der 60-Jährige dem SID am Vortag der erwarteten Wahl seiner designierten Nachfolgerin Petra Sörling (Schweden) beim ITTF-Kongress am Mittwoch am Rande der WM in Houston.

Zu den wichtigsten Fortschritten während seiner Amtszeit zählt Weikert die Modernisierung der ITTF-Strukturen. "Der Grad der Transparenz und die Bedeutung von Good Governance sind deutlich gestiegen", erklärte der Limburger: "Außerdem hat sich die Einnahmesituation bei der ITTF durch unseren Kurswechsel in der Vermarktung verbessert. Durch die Einführung der WTT-Turnierserie anstelle der früheren World Tour besitzt die ITTF jetzt zudem auch über traditionelle Turniere wie die WM hinaus eine zeitgemäß professionelle Wettbewerbsstruktur."

Weikert war 2014 als Stellvertreter nach dem Rücktritt des ITTF-Präsidenten Adham Sharara (Kanada) automatisch an die Spitze des mit 226 Mitgliedsverbänden größten internationalen Fachverbandes gerückt. Drei Jahre später bestätigte der ITTF-Kongress in Düsseldorf den Juristen für vier weitere Jahre im Amt. Im vergangenen Sommer verzichtete Weikert auf eine erneute Kandidatur.

Einige Wochen später schlugen in der Debatte beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) über die Nachfolge des scheidenden Präsidenten Alfons Hörmann zunächst über ein Dutzend nationaler Fachverbände und zu Monatsbeginn auch eine Findungskommission den ehemaligen Präsidenten des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) als Kandidaten vor. Für die Wahl bei der DOSB-Mitgliederversammlung am 4. Dezember in Weimar gilt Weikert gegen die ebenfalls kandidierende Präsidentin Claudia Bokel vom Deutschen Fechter-Bund (DFeB) als Favorit.

Für seinen bisherigen Posten bei der ITTF bewirbt sich in Houston nur Sörling. Die bisherige Finanz-Vizepräsidentin wäre im Fall ihrer als sicher geltenden Wahl in der 95-jährigen Verbandsgeschichte die erste Frau an der Spitze. Bisher fungieren bei internationalen Sommersportverbänden mit Olympia-Status mit der Spanierin Marisol Casado im Triathlon und Sörlings Landsfrau Annika Sörenstam im Golf nur zwei Frauen als Präsidentinnen.

Für den DTTB kandidiert Heike Ahlert in Texas wieder für einen Platz im Board of Directors. Die Leistungssport-Vizepräsidentin wäre bei einer Bestätigung nach Weikerts Rückzug das ranghöchste DTTB-Mitglied in der ITTF-Führung.

Auf der Kongress-Agenda steht außerdem die Vergabe der Mannschafts-WM 2024. Bewerbungen liegen aus Südkorea, Indien und Argentinien vor. Die nächste Team-WM findet im kommenden Jahr im chinesischen Chengdu statt.

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