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Schwedin Sörling als Weikert-Nachfolgerin an ITTF-Spitze

Schwedin Sörling als Weikert-Nachfolgerin an ITTF-Spitze

Als erste Frau ist die Schwedin Petra Sörling bei der Präsidentschafts-Wahl des Tischtennis-Weltverbandes an die Spitze der ITTF gewählt worden.
Petra Sörling ist ITTF-Präsidentin
Petra Sörling ist ITTF-Präsidentin
© AFP/SID/FRANCK FIFE
SID
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von SID

Als erste Frau ist die Schwedin Petra Sörling bei der Präsidentschafts-Wahl des Tischtennis-Weltverbandes auf dem Kongress in Houston an die Spitze der ITTF gewählt worden. Die bisherige Finanz-Vizepräsidentin, die ohne Gegenkandidat war, trat am Rande der laufenden Einzel-WM in der texanischen Millionenstadt die Nachfolge des Limburgers Thomas Weikert an. Der 60-Jährige, der am 4. Dezember zum neuen Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gewählt werden möchte, hatte nach sieben Jahren nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidiert.

Im Rahmen der weiteren Wahlen für die ITTF-Spitzengremien wurde Vizepräsidentin Heike Ahlert vom Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) erneut als Mitglied des Board of Directors bestätigt. Ahlert ist damit das einzige Mitglied der DTTB-Spitze in einem wichtigen Gremium des Weltverbandes.

Der Kongress vergab die Mannschafts-WM 2024 an die südkoreanischen Stadt Busan. Die Asiaten setzten sich in der entscheidenden Abstimmung gegen Argentiniens Bewerbung mit seiner Hauptstadt Buenos Aires durch. Vor der Wahl hatte Indien als ursprünglich dritter Kandidat seine Bewerbung mit der Hauptstadtregion Delhi und zwei weiteren Austragungsorten zurückgezogen.

Busan hatte bereits 2020 Schauplatz der Team-WM sein sollen. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie allerdings mussten die Titelkämpfe zunächst mehrfach verschoben werden, ehe das Turnier endgültig abgesagt wurde.

Die nächste Mannschafts-WM findet im kommenden Jahr im chinesischen Chengdu statt. 2023 ist Durban Schauplatz der Titelkämpfe in den Einzel-Konkurrenzen. Die Südafrikaner hatten sich bei der Vergabe gegen den DTTB-Kandidaten Düsseldorf behauptet. Die Rheinländer erwägen acht Jahre nach der WM 2017 für 2025 einen erneuten Anlauf.

Weikert war 2014 als Stellvertreter nach dem Rücktritt des damaligen ITTF-Präsidenten Adham Sharara (Kanada) automatisch an die Spitze der mit 226 Nationalverbänden mitgliederstärksten internationalen Fachorganisation gerückt. Drei Jahre später bestätigte der ITTF-Kongress in Düsseldorf den ehemaligen DTTB-Präsidenten für vier weitere Jahre im Amt. Im vergangenen Sommer verzichtete Weikert auf eine erneute Kandidatur.

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