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Erstes Podium! Biathlon-Staffel jubelt

Erstes Podium! Biathlon-Staffel jubelt

Die deutschen Biathleten setzen ein Ausrufezeichen und dürfen jubeln. Hinter Russland reicht es zu einem starken zweiten Platz. Schweden sorgt so kuriose Szene.
Erik Lesser und Co. haben Grund zur Freude
Erik Lesser und Co. haben Grund zur Freude
© Imago
SID
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von SID

Die deutsche Biathleten haben in der dritten Staffel des Olympia-Winters ein Ausrufezeichen gesetzt und sind erstmals aufs Podium gelaufen.

Das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) mit Erik Lesser, Roman Rees, Benedikt Doll und Philipp Nawrath belegte beim Heimweltcup in Ruhpolding hinter Russland einen starken zweiten Platz.

Drei Wochen vor den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) sammelten die DSV-Männer in Abwesenheit des coronakranken Johannes Kühn weiter Selbstvertrauen.

Das DSV-Quartett lag nach nur zwei Nachladern sieben Sekunden hinter den Russen (0+4), die in 1:11:06,1 Stunden siegten. Belarus (+23,0/0+6) wurde Dritter. In den beiden ersten Staffel-Rennen des Olympia-Winters in Östersund und Hochfilzen hatten die DSV-Männer das Podium als Vierte jeweils knapp verpasst.

Schweden sorgt für Crossfire-Chaos

Die Norweger, Sieger der ersten beiden Staffel-Wettbewerbe des Winters, traten ohne ihre Stars an, die derzeit ein Höhentrainingslager absolvieren.

Für das kuriose Highlight des Tages sorgten allerdings die Schweden. Peppe Femling, der für die Skandinavier in der Loipe war, zielte beim zweiten Schießen auf die norwegischen Scheiben, was zu großer Konfusion führte. Zwar bemerkte Femling seinen Fehler noch am Schießstand und zielte mit den Nachladern auf die richtigen Scheiben - der Norweger Fjeld Andersen war da aber schon völlig aus dem Konzept.

„Das ist sehr frustrierend. Ich darf zwei Strafrunden drehen, anstatt ganz voll zu schießen und in Führung zu gehen. Das ruiniert das Rennen für uns“, haderte Andersen nach dem Renen beim norwegischen TV-Sender NRK mit der Situation.

Schon während des Rennens bewertete der NRK-Kommentator die Szene mit den Worten: „Das war es für Norwegen - wegen eines Amateurtheaters.“

Femling selbst konnte sich den Vorfall nicht erklären. „Ich verstehe das nicht. Wir haben uns in eine lange Schlange aufgereiht, und es herrschte Chaos“, sagte er im schwedischen Fernsehen, versuchte sich aber an einer Analyse der Situation: „Ich analysiere jeden Schuss und gebe wahrscheinlich drei Schüsse auf seine Scheiben ab, bevor wir es merken. Dann habe ich vier Schüsse übrig und schieße auf meine - aber es ist ein Schuss zu spät. Das ist schade, denn ich hatte das Gefühl, gute Beine zu haben.“

Am Ende blieb Norwegen auf dem siebten Rang immerhin vor den achtplatzierten Schweden.

Zum Abschluss der Ruhpolding-Woche stehen am Sonntag die Verfolger der Frauen (12.45 Uhr) und Männer (14.45 Uhr/beide ZDF und Eurosport) auf dem Programm. Danach geht es am Montag zur Olympia-Einkleidung nach München, ehe in Antholz (20. bis 23. Februar) die letzten Rennen vor den Winterspielen stattfinden.