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"Das ist das Comeback des Jahres!" Ski-Star gefeiert

„Das ist das Comeback des Jahres“

Was für eine Rückkehr! Die Italienerin Federica Brignone meldet sich neun Monate nach einer Horror-Verletzung zurück und befindet sich gleich wieder im Kreise der besten Riesenslalom-Fahrerinnen.
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Was für eine Rückkehr! Die Italienerin Federica Brignone meldet sich neun Monate nach einer Horror-Verletzung zurück und befindet sich gleich wieder im Kreise der besten Riesenslalom-Fahrerinnen.

Federica Brignone hat beim Riesenslalom am Kronplatz ein spektakuläres Weltcup-Comeback gefeiert. Die Italienerin belegte beim Sieg der Österreicherin Julia Scheib vor Camille Rast und Sara Hector Platz sechs.

„Einfach mega! Standing Ovation von allen. Das ist nicht nur ein Comeback, sondern auch eine Ansage in Richtung Olympische Spiele. Sie ist nicht nur wieder da, sie ist voll da“, feierte Eurosport-Kommentator Guido Heuber die Rückkehrerin.

Bereits im ersten Lauf kam die Italienerin nach ihrer neunmonatigen Leidenszeit mit der siebtbesten Zeit ins Ziel und zeigte, dass mit ihr wieder zu rechnen ist.

„Eine Kämpfernatur ohne Ende. Gratuliere, das ist das Comeback des Jahres“, zeigte sich Heuber hier schon begeistert vom Brignone-Auftritt. Die zu diesem Zeitpunkt führende Schwedin Sara Hector klatschte anerkennend Applaus und umarmte die Rückkehrerin herzlich.

Brignone legte im Finaldurchgang nach und kam zunächst mit Bestzeit ins Ziel. Zwar wurde sie noch von fünf Läuferinnen überflügelt, jedoch ist auch Rang sechs ein klares Zeichen an die Konkurrenz.

Brignone zweifelte am Start: „Weiß nicht, ob ich bereit bin“

„Es waren sehr große Emotionen für mich, ich bin sehr froh“, sagte die 35-Jährige zwischen den Läufen im BR und ergänzte: „Es ist unglaublich, ein schöner Traum!“ Dass es so gut laufen würde, habe sie nicht erwartet. Am Start sei sie „sehr nervös“ gewesen, unterwegs auf dem sehr drehenden Kurs „habe ich mich schlecht gefühlt“, bekannte Brignone.

Auch im italienischen Fernsehen gab Brignone zu, dass sie in den Momenten vor dem Start ziemlich mit ihren Gedanken zu kämpfen hatte.

„Als ich meine Stöcke aus dem Starttor nahm, dachte ich für einen Moment: Ich weiß nicht, ob ich bereit bin”, teilte sie laut Angaben der Gazzetta dello Sport mit. Umso erleichterter zeigte sie sich darüber, dass das Comeback so gut geglückt ist. „Durch das Adrenalin habe ich nicht allzu viel Schmerz gespürt. Ich bin überglücklich“, erklärte sie.

Die 35-Jährige hatte sich am 3. April eine doppelte Fraktur des Schien- und Wadenbeins im linken Unterschenkel zugezogen. Die Aussicht auf die Olympischen Spiele zu Hause trieb sie in der Reha-Phase aber derart an, dass der Traum nun ganz nahe zu sein scheint.

Robinson zwei Tage nach üblen Sturz zurück

Neben Brignone hat auch Alice Robinson ein bemerkenswertes Comeback hingelegt. Die Neuseeländerin trat nur zwei Tage nach ihrem schweren Sturz beim Super G von Tarvisio und anschließenden Tränen wieder an und erreichte den 13. Rang.

„Ich bin sehr, sehr dankbar, dass nach aktuellem Stand alles okay zu sein scheint, von ein paar Schrammen abgesehen“, hatte Robinson am Montag Entwarnung gegeben, nachdem zunächst eine schwerere Verletzung befürchtet wurde.

Dürr plant Aufholjagd in Durchgang zwei

Eher durchwachsen lief das Rennen für Lena Dürr. Die 34 Jahre alte Münchnerin beendete den Riesenslalom auf Platz 21.

Dürr lag nach Durchgang eins noch auf Platz 15 und wollte im Finaldurchgang angreifen. „Ich habe die Ski nicht so gut auf Zug halten können, vor allem die Linksschwünge unten waren schwer zu treffen. Ich hoffe, dass ich es im zweiten Durchgang aktiver fahren kann“, kündigte sie im BR an.

Ein Vorhaben, das sie nur bedingt umsetzen konnte, weshalb es um sechs Plätze nach hinten ging.

Doriga erreicht Finale: Aicher pausiert

Mit Fabiana Dorigo erreichte noch eine zweite DSV-Läuferin als 25. die Punkteränge. Romy Ertl kämpfte sich in ihrem zweiten Weltcup-Rennen ins Ziel, musste sich aber mit Rang 48 begnügen.

Emma Aicher hat nach schon 21 Weltcup-Rennen in diesem Winter auf einen Start am Hausberg von Bruneck verzichtet. Am Wochenende in Spindlermühle (Slalom/Super-G) und bei der Olympia-Generalprobe eine Woche später in Crans-Montana (zwei Abfahrten/Super-G) will sie wieder dabei sein.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)