vergrößernverkleinern
Schwimmen im Sommer kühlt nicht nur ab, sondern ist auch ein super Ganzkörpertraining
Schwimmen im Sommer kühlt nicht nur ab, sondern ist auch ein super Ganzkörpertraining © Picture Alliance
Lesedauer: 4 Minuten
teilenE-MailKommentare

Die Schwimmbäder sind voll, die Getränkemärkte leer und die Schüler freuen sich über Hitzefrei.

Der Sommer fällt dieses Jahr durchaus drastisch aus, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Bleibt noch zu klären, wie man als Sportler damit umgeht, wenn einem schon im Sitzen das Wasser runter läuft.

Doch genau dafür haben wir ein paar Anregungen:

1. Frühstart

Anzeige

In einer Welt, in der niemand in die Arbeit muss und in der sich alle ausschließlich auf ihren Sport konzentrieren können, ist es sinnvoll, einfach die kühlsten Stunden des Tages fürs Training zu nutzen. Also die Zeit vor Sonnenaufgang. Im Sommer bedeutet das ein Training zwischen vier und fünf Uhr morgens. Am wärmsten ist es übrigens nicht mittags, sondern am Nachmittag, wenn die Sonne genug Zeit hatte, den Boden maximal aufzuheizen. Wer diesen Trainingsplan nicht mit seinem Leben vereinbaren kann, hat immer noch andere Möglichkeiten:

2. Tiefstapeln

Jammer-Posts über Dachgeschosswohnungen können ganze Bibliotheken füllen. Das Gegenteil der Ziegelbacköfen findet sich am anderen Hausende – genau, im Keller. Bei den meisten steht dort nur die Waschmaschine und ein Haufen Gerümpel. Wer einfach mal kurz Kartoffeln und Reisekoffer beiseite schiebt, kann dort einen Rollentrainer aufstellen und so bei signifikant kälteren Temperaturen als auf der Straße trainieren. Die Investition für ein sinnvolles Gerät beginnt bei etwas über 100 Euro.

3. Hoch hinaus

Dein Keller modert und die Aussicht ist miserabel? Kein Problem, dann geht es für dich eben in die andere Richtung: Denn mit steigender Höhe sinkt die Temperatur. Dabei wird es pro 1.000 Höhenmeter ca. 6 Grad kühler. Die Alpspitzbahn z.B. überwindet 1.300 Höhenmeter. D.h. an der Bergstation ist es in etwa 8 Grad kühler als am Eibsee. Oben angekommen, kannst du bis zum Gipfel der Alpspitze weitergehen und dort weitere 3,6 Grad Temperaturgefälle genießen. Wie hoch der Gipfel ist, lässt sich damit ganz einfach selbst ermitteln.

4. Stabi

Normalerweise rufen diese Einheiten nur bei den wenigsten Begeisterungsstürme hervor, aber so ziemlich jeder Sportler profitiert von einem kräftigen Rumpf. Jetzt ist die perfekte Zeit dafür, ihn zu trainieren. Warum? Weil eine Ausdauereinheit in sengender Hitze deinen Kreislauf einfach sehr stark belastet, was wieder zu längeren Erholungszeiten und damit zu einem schlechteren Trainingsergebnis führt. Kurze Kräftigungseinheiten sind dagegen für den Körper wesentlich einfacher zu verdauen.

5. Schwimmen

Ja gut, es ist heiß und die Family will eh ins Freibad? Neben Sprungturm, Rutschenparadies und Babybecken findet sich in vielen (alten) Bädern oft auch ein richtiges Schwimmbecken. Warum also nicht eine Kardioeinheit ins Wasser verlegen? Schwimmen ist ein hervorragendes Ganzkörpertraining, das gleichzeitig verschiedene Muskelgruppen anspricht und etwas Abwechslung hat noch keinem Training geschadet.

6. Studio

Bei schönstem Sonnenschein ins Studio? Klingt bescheuert, ist aber sinnvoll, wenn der Fitnesstempel klimatisiert ist. Du bist eher ein Freigeist und Outdoorsportler, der sich wegen ein paar heißen Wochen keine Studiomitgliedschaft ans Bein binden will? Verständlich: Anbieter wie MyBestGym haben darauf reagiert und machen es möglich, auch ohne Vertrag ein Studio zu nutzen. Registrierung und Mitgliedschaft sind kostenlos, Es gibt keine Anmeldegebühr, keine Monatsbeiträge und keine versteckten Kosten. Stattdessen zahlst du für jeden Studiobesuch eine feste Trainingsgebühr.

7. Und sonst?

Natürlich könnte man jetzt noch darauf eingehen, dass jeder genug trinkt, nur im Schatten läuft und sich nicht überanstrengt, aber das liegt ja auf der Hand. Alles in allem geht es im Breitensport vor allem darum, eine Bewegungsform zu finden, die den Trainingseffekt vor der Hitze über die heißesten Tage hinweg konserviert. Sobald es wieder kühler wird, lässt sich dann auch wieder die Intensität steigern. Davon abgesehen trainiert hier ja niemand für Olympia, d.h. wir können es auch mal ein wenig entspannter angehen.

Wir wünschen dir viel Spaß dabei!

Wenn du noch den ultimativen Training-bei-Hitze-Tipp hast, dann schreib uns. Wir sind gespannt, was andere machen.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image