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Laufen im Winter
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Laufen im Winter – mit diesen Tipps wird’s leichter

Fit bleiben bis zum Frühling ist alles andere als einfach. Viele Sportarten befinden sich in der Off-Season, die Tage sind kurz und die Temperaturen motivieren nur Hartgesottene vor die Tür zu gehen.

D.h. um auch im Winter zu trainieren, muss man sich ein wenig anpassen – doch das lohnt sich! Denn wer seine Form über die Wintermonate rettet, wird dafür spätestens im Sommer reich belohnt.

Damit du einen perfekten Saisonstart genießen kannst, kommen hier unsere Tipps zum Laufen im Winter:

1. Melde dich für einen Wettbewerb im Frühjahr an.

Der wichtigste Faktor fürs Wintertraining, ist die Motivation und die wächst deutlich, wenn auf ein konkretes Ziel hintrainiert wird. Wer sich den ersten Wettkampf früh in die Saison legt, schafft damit automatisch die Notwendigkeit für die eine oder andere Runde im Schnee. 

2. Gönn dir was.

Es ist schon lustig: während wir verschiedene Schuhe für Büro, Feste und Freizeit haben, rennen die meisten mit einem Paar Laufschuhen bei jedem Wetter durch die Landschaft. Dabei gibt es spezielle Winterlaufschuhe mit grobem Profil, wasserdichtem Oberstoff und Gamasche. Wer im Gebirge trainiert, findet im gut sortierten Fachhandel sogar Spikes, die er auf seine Schuhe aufziehen kann. Diese Investitionen haben zwei Vorteile: a) Du bist optimal ausgerüstet. b) Das neue Material motiviert dazu, ordnungsgemäß eingesetzt zu werden.

3. Zieh dich richtig an.

Und das ist eigentlich ganz einfach. Bei Minusgraden wird es am Start schnell frostig in den Lauftights, doch bereits nach wenigen Kilometern produziert der Körper genügend Wärme, so dass meist dünne Bekleidungsschichten ausreichen. D.h. eine dicke Jacke braucht es in der Regel nicht. Besser funktionieren 1-2 Schichten  aus Funktionsfasern oder Merinowolle unter einer atmungsaktiven Laufjacke, die den Wind abhält. Spezielle Wintertights verfügen über eine aufgeraute Innenseite und sind teilweise ebenfalls winddicht. Wichtig ist es dann noch, Kopf, Hals und Hände gegen die Kälte zu schützen. Zum einen wird über den gut durchbluteten Kopf viel Wärme abgegeben, zum anderen sind wir dort wesentlich temperaturempfindlicher als z.B. am Rücken. Wird es unterwegs doch zu warm, lässt sich eine Mütze auch problemlos im Hosenbund verstauen. Noch besser funktionieren Schlauchtücher, die je nach Bedarf als Mütze, Halswärmer oder Stirnband getragen werden können.

Die richtigen Klamotten beim Laufen im Winter
Die richtigen Klamotten beim Laufen im Winter © getty

4. Wärm dich auf.

Während es im Sommer ausreicht, die Schuhe zu binden und auf die Uhr zu drücken, ist es im Winter sinnvoll den Körper bereits im Warmen auf Temperatur zu bringen. Ob mit Liegestützen, Klimmzügen oder Laufen auf der Stelle, bleibt deiner Kreativität überlassen. Hauptsache du trittst nicht völlig kalt vor die Tür.

5. Reduziere deine Erwartungen.

Wenn der Boden eisig ist oder 15 cm Schnee liegen, wirst du vermutlich deine Zeiten aus dem Sommer nicht unterbieten. Um trotzdem motiviert zu bleiben, lohnt es sich, den Fokus eher auf den Umfang als auf den Speed zu legen. Nebenbei baust du dir damit eine solide Grundlagenausdauer auf, die das Fundament für ein spezifischeres Training später im Jahr darstellt.

6. Belohne dich.

Sauna im Juni? Für die meisten ein Angebot, das nicht besonders attraktiv klingt. Nach einer großen Runde durch Schnee und Eis sieht das aber ganz anders aus.

7. Trink mehr.

Durch die Kälte ist die Luft im Winter trockener als im Sommer. Das führt dazu, dass wir auch über die Atemluft mehr Flüssigkeit abgeben, was die Leistungsfähigkeit senkt. Ein dicker Extraschluck vor und nach dem Sport wirkt dem entgegen.

8. Such dir Alternativen.

Bist du sonst eher auf Wald und Wiesen unterwegs, kann ein Ausflug auf die Tartanbahn im Winter eine gute Alternative sein. Die Bahnen sind in der Regel gewartet, so dass du hier nicht durch hüfthohen Schnee spuren musst. Wenn du genau diese Erfahrung suchst, kann Skitourengehen ein spannender Ausgleichsport sein, der ebenfalls die Ausdauer fördert. Besonders angenehm: Viele Skigebiete bieten mittlerweile eigene Aufstiegsspuren für Skitourengeher an, so dass du dich gar nicht mit der Lawinenthematik auseinandersetzen musst und dich ausschließlich auf die Bewegung konzentrieren kannst.

9. Bleib drinnen.

Aber nicht auf dem Sofa. Moderne Laufbänder erlauben es, Geschwindigkeit und Gefälle einzustellen und so das Training sehr variabel zu gestalten. Fernsehen kannst du schließlich auch vom Band aus.

10. Instagram.

Laufbilder im Schnee sind seltener und sorgen so für mehr Aufmerksamkeit. Außerdem unterstreichst du damit deine "Härte". Wenn du dich durch deine Posts mit anderen Winterläufern vernetzt, werdet ihr euch gegenseitig pushen raus zu gehen.

Ist da was für dich dabei? Dann nutz diese Tipps für deine Motivation und geh laufen! Heute...

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