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Sprinter Nico Ihle geht in Pyeongchang auf Medaillenjagd
Sprinter Nico Ihle geht in Pyeongchang auf Medaillenjagd © Getty Images
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Eisschnellläufer Nico Ihle hat in Pyeongchang drei Gegner weniger im Kampf um eine Sprintmedaille. Unter anderem darf der Weltrekordler nicht unter neutraler Flagge starten.

Eisschnellläufer Nico Ihle (Chemnitz) hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) einige hochkarätige Gegner weniger.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) strich in Weltrekordler Pawel Kulischnikow, Denis Juskow und dem Weltjahresbesten Ruslan Muraschow gleich drei russische Weltklasse-Eisschnellläufer von der Kandidatenliste für einen Start unter neutraler Flagge.

Wegen systematischen Dopings waren am Dienstag etliche russische Sportstars von den Winterspielen ausgeschlossen worden, darunter auch der Biathlet Anton Schipulin und der Skilangläufer Sergej Ustjugow.

"Ich bin froh, dass jetzt Athleten an den Start gehen, die mit fairen Mitteln kämpfen. Wie glaubwürdig sind Athleten wie Kulischnikow oder Juskow, die schon einmal gesperrt waren?", sagte Ihle, der in Südkorea über 500 m und 1000 m auf Medaillenjagd geht.

Nur ein Russe startet in Südkorea

Neben einem Frauentrio ist Sergej Trofimow der einzige russische Eisschnellläufer, der als neutraler Sportler in der Gangneung Speedskating Arena antreten darf. 

"Was hätten wir für Platzierungen geholt, wenn diese Russen schon eher gesperrt worden wären?", meinte Ihle, Olympiavierte von 2014 über 1000 m: "Beim Weltcup in Erfurt hätte ich bei den zweiten 1000 m auf dem Podest gestanden. Und bei der Europameisterschaft in Kolomna standen über 1000 m zwei Russen vor mir auf dem Podest."

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