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Olympia 2026 findet nicht in der Türkei statt
Olympia 2026 findet nicht in der Türkei statt © Getty Images
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Aus einem Quartett wird ein Trio: Das IOC streicht den türkischen Bewerber Erzurum als möglichen Ausrichter der Winterspiele 2026. Zwei Vertreter aus Europa bleiben übrig.

Die Entscheidung über den Schauplatz der Olympischen Winterspiele 2026 fällt nur noch zwischen den ehemaligen Olympia-Ausrichtern Calgary und Stockholm sowie Mailand mit dem ehemaligen Gastgeber Cortina d'Ampezzo.

Durch die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bestätigte Streichung des türkischen Bewerbers Erzurum bei den Sitzungen der Ringe-Organisation in Buenos Aires schrumpfte der bisherige Kandidatenkreis für die übernächsten Winterspiele auf das Trio zusammen.

Die Wahl des Olympia-Gastgebers in acht Jahren erfolgt auf der IOC-Session im September 2019 in Mailand. Die offizielle Erhebung der drei verbliebenen Städte in den Stand von Kandidaten soll kommende Woche stattfinden.

Nächste Niederlage für Türkei

In Argentiniens Hauptstadt folgte das IOC bei der Absage an Erzurum nach den Worten seines Präsidenten Thomas Bach "den Vorschlägen der Arbeitsgruppe". Erzurums Aus für 2026 bedeutete für die Türkei die zweite Niederlage bei der Kandidatur um ein sportliches Großereignis binnen acht Tagen nach der Niederlage bei der Vergabe der Fußball-EM 2024 gegen Deutschland vor Wochenfrist in Nyon.

Der Bewerbungsprozess für 2026 lief bereits vor den Tagungen in Buenos Aires nach veränderten Regularien ab. In der Vergangenheit waren die Bewerberstädte ("Applicant Cities") zwei Jahre vor der Vergabe benannt worden und avancierten ein Jahr vor der Entscheidung zu offiziellen Kandidaten ("Candidate Cities"). Die Phase der Applicant-Cities wurde nun durch eine einjährige Dialogphase ersetzt, in der die Städte ohne Verpflichtungen über Risiken und Chancen einer möglichen Austragung beraten konnten.

Turin steigt aus

Zuletzt war in die italienische Bewerbung noch einmal Unruhe gekommen. Die frühere Olympia-Stadt Turin stieg aus dem ursprünglichen Trio mit Mailand und Cortina d'Ampezzo aus, weil sich die Gastgeber von 2006 nicht mit Mailand über die Führungsrolle einig werden konnten. Zuvor waren bereits Sapporo (Japan), Graz mit Schladming (Österreich) sowie Sion (Schweiz) aus dem Kreis der Bewerber ausgeschieden.

Die drei Anwärter für 2026 entsprechen nach Sotschi/Russland (2014), Pyeongchang/Südkorea (2018) und Peking/China (2022) weitgehend Bachs Absichten für eine Vergabe der Spiele an einen Bewerber mit Wintersport-Tradition.

Calgary begrüßte die internationale Wintersportelite schon 1988 in Kanada, und in Cortina wurde bereits 1956 um Medaillen bei Winterspielen gekämpft. Stockholm ist die Hauptstadt der Wintersport-Nation Schweden und war zunächst 1912 Gastgeber der Sommerspiele und 1956 Ausrichter der olympischen Reiter-Wettbewerbe.

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