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Calgary bewirbt sich um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2026
Calgary bewirbt sich um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2026 © Getty Images
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Calgary setzt seine Bemühungen um die Olympischen Winterspiele 2026 nun doch fort. Ein neuer Konkurrent könnte aus Argentinien kommen.

Calgary hält nun doch an seiner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2026 fest.

Der Stadtrat des kanadischen Olympia-Gastgebers von 1988 stimmte am Mittwoch einer Fortsetzung der Kampagne und einem tags zuvor aufgestellten Finanzierungsplan des Staates sowie der Provinz Alberta zu, obwohl sich die Mehrheit des Gremiums nach achtstündigen Verhandlungen dagegen aussprach.

Nun sollen die Bürger Calgarys in einem Referendum am 13. November über die Bewerbung abstimmen.

Argentinien prüft Ausrichtung

Darüber hinaus prüft Argentinien, als weiterer Bewerber um die Spiele 2026 einzuspringen. Das Nationale Olympische Komitee COA informierte das IOC, dass es eine Machbarkeitsstudie für die Austragung der Spiele in Buenos Aires (Eissportarten) und in Ushuaia in Feuerland (Schneesportarten) erstelle. Winterspiele haben noch nie auf der Südhalbkugel stattgefunden.

Argentinien hat gerade erst in Buenos Aires die Olympischen Jugendspiele ausgerichtet. Das Land ist im Internationalen Olympischen Komitee gut vernetzt.

NOK-Präsident Gerardo Werthein, ein milliardenschwerer Tierarzt und Multi-Unternehmer, ist ein einflussreiches Mitglied und Vertrauter von Präsident Thomas Bach.

Das Projekt ist allerdings ausgesprochen ambitioniert. Buenos Aires und Ushuaia trennen nicht weniger als 3000 Kilometer. Ushuaia liegt im wahrsten Sinne des Wortes am Ende der Welt und ist eine der am südlichsten gelegenen Städte überhaupt.

Skisaison ist dort zwischen Juli und Oktober. Im Februar, wenn normalerweise Winterspiele ausgetragen werden, ist in Argentinien Sommer. In Ushuaia herrschen dann Temperaturen zwischen 5 und 20 Grad, in Buenos Aires selten unter 20 Grad.

Derzeit bewerben sich neben Calgary auch Stockholm sowie Mailand mit Cortina d'Ampezzo um die Spiele 2026, die im kommenden Juni in Lausanne vergeben werden sollen. 

Auch bei den Schweden und Italienern ist allerdings unklar, ob sie ihre Bewerbungen bis zur Wahl des Gastgebers auf dem IOC-Kongress im Juni 2019 in Lausanne aufrechterhalten können.

Andere Kandidaten mit Problemen

Stockholms neuer Stadtrat hat sich bereits gegen die Kampagne ausgesprochen. Mailand, das zusammen mit Cortina d'Ampezzo antritt, fehlt noch staatliche Unterstützung. Anfang Oktober hatte das IOC den türkischen Bewerber Erzurum von der Liste der möglichen Kandidaten für 2026 gestrichen.

Das städtische Olympia-Komitee Calgarys hatte sich am Dienstag bereits gegen eine Bewerbung ausgesprochen.

Im Stadtrat fand dann die leicht reduzierte Finanzzusage von Staats- und Provinzregierung in Höhe von 2,88 Milliarden kanadischen Dollar (1,93 Milliarden Euro) keine Mehrheit: acht Ratsmitglieder stimmten gegen den Plan, nur sieben dafür, darunter Bürgermeister Naheed Nenshi. Für einen Abbruch der Bewerbung wären allerdings zehn Nein-Stimmen benötigt worden.

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