vergrößernverkleinern
Die Freiwasserschwimmer absolvierten in Tokio einen Test für Olympia 2020
Die Freiwasserschwimmer absolvierten in Tokio einen Test für Olympia 2020 © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Bei einem Testwettbewerb für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio müssen die Freiwasserschwimmer mit hohen Temperaturen kämpfen. Jetzt wird eine Verlegung diskutiert.

Die Freiwasserschwimmer um Weltmeister Florian Wellbrock müssen sich bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio auf extreme Bedingungen einstellen.

Bei einem olympischen Testwettbewerb vor der künstlichen Insel Odaiba in der Bucht der japanischen Hauptstadt beklagten die Athleten zu hohe Wassertemperaturen. Auch die Wasserqualität lasse zu wünschen übrig.

Der Weltverband FINA erklärte, man werde in Zusammenarbeit mit einer externen Behörde und dem Organisationskomitee Tokyo 2020 die Bedingungen beobachten und gegebenenfalls mit einer Verschiebung der Startzeit reagieren.

Anzeige

Der Testwettkampf fand um 7 Uhr morgens statt, die Lufttemperatur betrug zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 30 Grad.

London-Olympiasieger Oussama Mellouli war nach dem 5-km-Rennen besorgt. "Das war das wärmste Rennen, das ich jemals bestritten habe", sagte der 35 Jahre alte Tunesier und schilderte die Situation so: "Die ersten zwei Kilometer habe ich mich noch gut gefühlt. Dann bin ich total überhitzt."

Olympia 2020: Vorverlegung möglich

Bei den Sommerspielen wird nur der Wettbewerb über die doppelt so lange 10-km-Distanz ausgetragen. FINA-Generaldirektor Cornel Marculescu sicherte zu: "Wir werden nach Erhalt der Informationen entscheiden, ob wir die Rennen vielleicht schon um fünf Uhr morgens, um 5.30, um 6 oder um 6.30 Uhr starten. Das wird von den Wassertemperaturen abhängen."

Die Statuten der FINA sehen vor, dass aus gesundheitlichen Gründen die maximale Wassertemperatur bei einem Wettbewerb 31 Grad betragen darf.

Auch bezüglich der Wasserqualität gab es nach dem Test in der Odaiba-Bucht Kritik. "Das Wasser stank ein bisschen. Auch die Sicht war trüb. Das muss wirklich verbessert werden", sagte die Japanerin Yumi Kida, die angesichts der hohen Wassertemperaturen zuvor zur Kühlung Eiswasser getrunken hatte.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image