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Sporthilfe-Chef Michael Ilgner spricht bei SPORT1 über "nachhaltige Förderung" mit dem "Sprungbrett Zukunft". Andere Nationen seien davon "meilenweit entfernt."

Man spürt, dass es Dr. Michael Ilgner ein wichtiges Anliegen ist, die "nachhaltige Förderung" der deutschen Top-Athleten.

"Wir müssen Verantwortung übernehmen, dass unsere Spitzensportler nicht nur Medaillen gewinnen und uns nach ihrer Sportkarriere nicht egal sind", sagt der Vorstandsvorsitzende der Sporthilfe im Club der Besten auf Fuerteventura im Gespräch mit SPORT1.

Die Sporthilfe setzt deshalb neben der finanziellen Förderung der Athleten auf das "Sprungbrett Zukunft". Das Ziel sei es, so Ilgner, "bei der dualen Karriere neue Maßstäbe zu setzen." Ein Ansatz, der inzwischen erfolgreich umgesetzt wird. "Ich habe mit englischen Athleten gesprochen, die mir gesagt haben: Was ihr da habt, davon sind wir meilenweit entfernt", erklärt Ilgner.

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London als "Weckruf"

Die aus deutscher Sicht nicht gerade berauschenden Olympischen Spiele 2012 in London seien "ein Weckruf" gewesen, so Ilgner.

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Auf vier Bausteinen steht das "Sprungbrett Zukunft". Der Schwerpunkt "Kennwort-Bewerbung", der Athleten Chancengleichheit bei der Bewerbung gewähren soll, Mentorenprogramme, Kurzzeit-Praktika und - seit 2017 - die Start-Up Academy. Schon über 300 Praktika und auch Anstellungen seien umgesetzt worden.

Für Ilgner steht außer Frage: "Wenn es jemand geschafft hat, in seiner Sportart zu den besten Drei in der Welt zu gehören, dann hat er eine Mentalität, die er später auch in seinem Beruf gewinnbringend einsetzen kann."

Ilgner: "Ich bin guter Dinge"

Aber auch finanziell wird einigen Olympia-Hoffnungen noch einmal verstärkt unter die Arme gegriffen. Über das Förderprogramm ElitePlus erhalten Medaillenkandidaten für Tokio, die keine Sportförderstelle bei Bundeswehr, Polizei oder Zoll haben, zusätzlich monatlich 1000 Euro. Zu den 16 Sportlern, die davon profitieren, gehören unter anderem die Leichtathleten Thomas Röhler, Pamela Dutkiewicz und Malaika Mihambo.

Grundsätzlich blickt Ilgner Olympia im kommenden Jahr optimistisch entgegen: "Wir werden auch in Tokio wieder Überraschungen auf der einen Seite und Enttäuschungen auf der anderen Seite erleben. Aber ich bin ganz guter Dinge."

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