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Frank Stäbler hat sich für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert
Frank Stäbler hat sich für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert © Getty Images
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Große Freude bei Frank Stäbler. Der Ringer erreicht bei der WM in Kasachstan das kleine Finale und sichert sich doch noch das Ticket für Olympia 2020 in Tokio.

Der dreimalige Ringer-Weltmeister Frank Stäbler hat sich doch noch das Ticket für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Tokio geholt.

Der 30 Jahre alte Griechisch-Römisch-Spezialist erreichte am Montag bei der WM in Kasachstan über die Hoffnungsrunde das kleine Finale in der Klasse bis 67 Kilogramm und gewann durch einen Sieg gegen den Ägypter Mohamed Elsayed Bronze. Es war die erste Medaille für den Deutschen Ringer-Bund (DRB) in Kasachstan.

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Wenige Minuten nach Stäbler gewann auch der Olympiadritte Denis Kudla aus Nackenheim (87 kg) seinen Bronze-Kampf gegen Mikalaj Stadub (Weißrussland).

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Im entscheidenden Kampf setzte sich Stäbler, der am Sonntag im Achtelfinale ausgeschieden war, knapp mit 2:1 gehen Hansu Ryu durch. Gegen den Südkoreaner hatte der Musberger 2015 im Finale seinen ersten WM-Titel geholt.

Stäbler überglücklich

"Ich kann es nicht glauben, dass ich die Quali noch geschafft habe. Das ist unfassbar", sagte der überglückliche Stäbler, der nach den Spielen in Japan seine Karriere beenden wird. "Das war einer der schwierigsten Momente in meiner gesamten Karriere", beschrieb er die Ausgangslage vor dem entscheidenden Kampf: "Der Druck war so unglaublich hoch."

Auch DRB-Präsident Manfred Werner zeigte sich im SID-Interview begeistert. "Nach dem Rückschlag vom Sonntag war das eine absolute Spitzenleistung von Frank. Das war wieder der Frank, wie wir ihn kennen. Es gehört viel dazu, im entscheidenden Kampf für Tokio so eine Leistung zu bringen. Durch die Qualifikation kann er sich jetzt gezielt auf Olympia vorbereiten und muss nicht bei den harten Quali-Turnieren im Frühjahr ran."

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In Tokio möchte Stäbler, der in den Tagen und Wochen vor der WM mehrere Kilo für das Erreichen des Limits abgenommen hatte, seine offene Rechnung mit Olympia begleichen. Im Jahr 2012 landete Stäbler auf dem vierten Platz, 2016 war es aufgrund einer Verletzung Rang sieben. Die Erfahrung aus Kasachstan soll ihm in Tokio helfen.

Popp beschert zweites Olympia-Ticket

Im ersten Kampf der Hoffnungsrunde hatte Stäbler den Rumänen Mihai Muhit klar beherrscht und durch technische Überlegenheit gewonnen.

Auch Eduard Popp (130 kg) hat dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) durch seinen Halbfinal-Einzug ein Olympia-Ticket beschert. In der Vorschlussrunde unterlag Popp allerdings dem dreimaligen Weltmeister Riza Kayaalb aus der Türkei. Damit ringt der Schwergewichtler am Dienstag um Bronze.

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