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Nicht nur der Usbeke Andrey Petrov hatte mit den extremen Bedingungen in Doha zu kämpfen
Nicht nur der Usbeke Andrey Petrov hatte mit den extremen Bedingungen in Doha zu kämpfen © Getty Images
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München - Nach den verstörenden Bildern von der Leichtathletik-WM in Doha reagiert das IOC und plant, die Marathon- und Geher-Wettbewerbe in Sapporo auszutragen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) reagiert nach den verstörenden Bildern der Leichtathletik-WM in Doha auf die drohende Hitze bei den Sommerspielen 2020 in Tokio: Die Marathon- und Geher-Wettbewerbe sollen nach Sapporo in die nördlich gelegene Präfektur Hokkaido verlegt werden.

Dort herrschen niedrigere Temperaturen, in Tokio werden über 35 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit befürchtet.

Sapporo ist 800 Kilometer von Tokio entfernt

Die geplante Verlegung der Langstreckenrennen in die Stadt der Winterspiele von 1972, die mehr als 800 Kilometer Luftlinie von Tokio entfernt liegt, ist eine der Maßnahmen des IOC in Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee für den Schutz der Athleten und Zuschauer. Veränderte Startzeiten in der Leichtathletik, beim Rugby und Radfahren gehören ebenfalls dazu.

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Die endgültige Entscheidung über die Austragung der Wettbewerbe in Sapporo soll auf einer Sondersitzung am 30. Oktober und 1. November fallen. "Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Athleten stehen immer im Mittelpunkt unseres Interesses", sagte IOC-Präsident Thomas Bach: "Die neuen weitreichenden Vorschläge, die Marathon- und Geher-Wettbewerbe zu verlegen, zeigen, wie ernst wir die Sorgen nehmen."

Extreme Bedingungen bei Leichtathletik-WM

Bei der Leichtathletik-WM in Doha hatten die Athletinnen und Athleten im Marathon sowie beim Gehen trotz nächtlicher Startzeiten mit den extremen Bedingungen zu kämpfen. Der Weltverband IAAF arbeite eng mit dem IOC und dem Organisationskomitee zusammen, sagte Präsident Sebastian Coe: "Wir werden weiter gemeinsam daran arbeiten, um den Vorschlag umzusetzen, die Events nach Sapporo zu verlegen."

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Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), begrüßt die Pläne. "Aus Sicht des DOSB halten wir diese Weichenstellung für sehr wichtig und erfreulich, weil es die berechtigten Interessen der Athletinnen und Athleten in den Mittelpunkt rückt", sagte Hörmann:

"Wir finden es ein ermutigendes Signal, dass das IOC die jüngsten Erkenntnisse der Leichtathletik-WM in Katar so schnell und konsequent aufgreift und im Sinne der Sportler entscheiden will."

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Die extremen Bedingungen in Tokio sind das bestimmende Thema gut neun Monate vor Beginn der Olympischen Spiele (24. Juli bis 9. August). Bei den Testwettkämpfen in diesem Sommer probierten die Organisatoren verschiedene Maßnahmen zur Kühlung aus.

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