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OK-Chef Toshiro Muto sorgt sich um den Coronavirus
OK-Chef Toshiro Muto sorgt sich um den Coronavirus © Getty Images
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Das in China grassierende Coronavirus macht auch den Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio große Sorgen. OK-Chef Toshiro Muto befürchtet große Auswirkungen.

Der Chef des Organisationskomitees der Olympischen Sommerspiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) ist "extrem besorgt" wegen des sich weiter ausbreitenden Coronavirus. "Wir sind sehr in Sorge, dass die Ausweitung des Virus wie eine kalte Dusche auf die Spiele wirken könnte", sagte OK-Chef Toshiro Muto am Mittwoch vor einem Treffen mit dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) in der japanischen Hauptstadt.

Er hoffe, so Muto weiter, "dass das Virus so schnell wie möglich ausgerottet wird. Wir werden mit dem Internationalen Olympischen Komitee, dem IPC, der Regierung und der Stadt Tokio kooperieren, um die Epidemie zu stoppen."

 Das Internationale Olympische Komitee (IOC) zeigte sich am Mittwoch in einer Reaktion "vollauf zuversichtlich, dass die zuständigen Behörden, insbesondere in Japan und China sowie die Weltgesundheitsorganisation, alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen werden, um die Situation anzugehen." Die Vorbereitungen für Tokio liefen "planmäßig weiter", fügte der IOC-Sprecher an.

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24.000 Infektionsfälle in China 

Bis zum Mittwochmorgen lagen in China mehr als 24.000 Infektionsfälle vor, verzeichnet wurden bislang 490 Tote. Die Gesundheitskommission in Peking zählt noch mehr als 23.000 Verdachtsfälle. Am meisten betroffen ist die zentralchinesische Provinz Hubei.

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Insgesamt traten bislang in 24 Ländern Infektionen mit dem Coronavirus auf, auch in Deutschland. Japan ist ebenfalls betroffen, allerdings gab es dort wie in Deutschland noch keine Todesfälle. Aktuell wurde ein Kreuzfahrtschiff in Japan mit mehr als 3700 Gästen unter Quarantäne gestellt, dort wurden zehn Infektionen nachgewiesen. An Bord sollen sich auch acht deutsche Passagiere befinden.

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Yuriko Koike, die Gouverneurin Tokios, hatte am Wochenende "gründliche Maßnahmen" angekündigt, um bei den Olympischen Spielen und den Paralympics (25. August bis 6. September) trotz der Verbreitung des neuen Coronavirus für Sicherheit zu sorgen. Bei Olympia werden rund 11.000 Teilnehmer erwartet.

Saburo Kawabuchi, der Bürgermeister des Olympischen Dorfes in Tokio, hofft "von Herzen" auf einen erfolgreichen Kampf gegen das Virus: "Wir werden alles tun, um die Athleten zu schützen, damit sie ihre besten Leistungen bringen können."

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