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CONI-Präsident Giovanni Malago warnt vor Sanktionen
CONI-Präsident Giovanni Malago warnt vor Sanktionen © AFP/SID/FABRICE COFFRINI
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Im Streit um die Einflussnahme der italienischen Regierung auf den Sport hat der Olympia-Chef des Landes vor möglichen Sanktionen gewarnt.

Im Streit um die Einflussnahme der italienischen Regierung auf den Sport hat der Olympia-Chef des Landes erneut eindringlich vor möglichen Sanktionen bei den Sommerspielen in Tokio gewarnt. "Wir können bis Mittwoch noch eine Lösung finden. Es ist noch Zeit", sagte Giovanni Malago, Präsident von Italiens Olympia-Komitee CONI, bei einer Parlamentsanhörung. Am Mittwoch findet eine Sitzung des Exekutivkomitees des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) statt.

Hintergrund ist eine Gesetzesänderung in Italien. Mit der Gründung von "Sport e Salute" (Sport und Gesundheit), einer neuen Verwaltungseinheit, wurde ein Konkurrent für das CONI ins Leben gerufen, der auf Wunsch der Regierung Personal und Kompetenzen übernehmen soll und es irgendwann überflüssig machen könnte.

Die Tageszeitung La Repubblica hatte am Montag berichtet, das IOC werde das Verbot von Italiens Hymne und Flagge in Tokio beschließen. Eine Anfrage dazu beantwortete das IOC zunächst nicht. 

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IOC-Präsident Thomas Bach hatte sich bereits im September "sehr besorgt über die Situation und die Funktionsweise des CONI" gezeigt. Italien ist ein wichtiger Partner des IOC und steht bei den wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobenen Tokio-Spielen (23. Juli bis 8. August) vor seiner 28. Olympia-Teilnahme. 2026 finden zudem in Mailand und Cortina d'Ampezzo Olympische Winterspiele statt.

La Repubblica sieht einen Imageschaden auf das Land zukommen. "Der Verzicht auf Flagge und Hymne ist eine schwere Demütigung für Italien, das mit Ländern wie Lukaschenkos Belarus und dem Russland der Dopingskandale gleichgestellt wird", kommentierte das Blatt. Der IOC-Beschluss drohe negative Auswirkungen auch auf die Winterspiele in Mailand-Cortina 2026 zu haben. 

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