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Thomas Müller wird nicht bei Olympia zu sehen sein
Thomas Müller wird nicht bei Olympia zu sehen sein © FIRO/FIRO/SID
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Der Traum des Ex-Weltmeisters Thomas Müller (31) von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio wird sich nicht erfüllen.

Der Traum des Ex-Weltmeisters Thomas Müller (31) von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio wird sich nicht erfüllen. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag auf SID-Anfrage bestätigte, steht der Profi des Rekordmeisters Bayern München nicht auf der entsprechenden Liste Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA). Nur Spieler, die sich seit Anfang des Jahres darauf befinden, dürfen für die Sommerspiele (23. Juli bis 8. August) in Japan nominiert werden.

Hoffnungen auf einen Olympia-Start dürfen sich aber offenbar die Ex-Nationalspieler Mats Hummels (32) und Max Kruse (32) machen. Der Dortmunder Hummels, der wie Müller 2014 in Rio Weltmeister wurde und ebenfalls vor zwei Jahren von Bundestrainer Joachim Löw aus der Nationalmannschaft aussortiert wurde, und Union-Profi Kruse verrieten am Mittwochabend in einer Talk-Runde auf der Audio-App Clubhouse, dass sie auf der entsprechenden Liste stünden. Zu beiden Namen äußerte sich der DFB jedoch nicht.

U21-Trainer Stefan Kuntz darf für das Turnier in Tokio drei Spieler nominieren, die früher als 1997 geboren wurden. Beim Gewinn der Silbermedaille 2016 in Rio hatte der damalige Trainer Horst Hrubesch die Zwillinge Lars und Sven Bender sowie Stürmer Nils Petersen ins Team genommen. Bis zum 30. Juni muss Kuntz seinen endgültigen Kader benennen.

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Bereits vor knapp einem Jahr hatte Müller Interesse an einer Olympia-Teilnahme signalisiert. "Wenn man ganz viel träumen mag, wäre das natürlich schon eine coole Sache", sagte er im Interview mit Sport1. Auch Kuntz hatte im vergangenen Frühjahr Müller noch als Kandidaten für seinen Tokio-Kader bezeichnet, ehe die Spiele aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben wurden. 

Für ein mögliches Comeback in der Nationalmannschaft hat Müllers Fehlen auf der NADA-Liste aber nichts zu bedeuten. Nach dessen zuletzt starken Leistungen im Klub waren immer wieder Forderungen an Löw bezüglich einer Rückholaktion des Offensivspielers laut geworden, etwa von Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge oder Ehrenpräsident Uli Hoeneß. Sein bisher letztes von 100 Länderspielen hatte der 31 Jahre alte Müller im November 2018 bestritten.

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