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Die deutschen Schwimmer starten mit der Olympia-Quali
Die deutschen Schwimmer starten mit der Olympia-Quali © AFP/SID/GABRIEL BOUYS
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Die deutschen Schwimmer tauchen nach einer langen Coronapause wieder auf - und es geht gleich in die Vollen.

Die deutschen Schwimmer tauchen nach einer langen Coronapause wieder auf - und es geht gleich in die Vollen. Vom 1. bis 18. April können die Athleten die Normzeiten für die Olympischen Spiele in Tokio erfüllen, der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat eigens dafür vier Wettbewerbe organisiert. 

Der Startschuss fällt am kommenden Wochenende in Heidelberg, anschließend stehen die Events in Magdeburg (9. bis 11. April), Berlin (16. bis 18. April) und Dortmund (17./18. April) auf dem Programm. Auch bei internationalen Starts in Stockholm und Eindhoven (beide 8. bis 11. April) können die Normen für Olympia und auch für die EM im Mai in Budapest geknackt werden.

"Wir freuen uns, dass es endlich losgeht und erhoffen uns im April natürlich auch viele Topleistungen", sagte Teamcoach Hannes Vitense: "Es war lange genug Zeit, sich in Stellung zu bringen. Jetzt kommt es zum Showdown." Maximal zwei Olympia-Startplätze werden in jeder der 28 Einzeldisziplinen vergeben, zudem hat sich das DSV-Team für alle sieben Staffeln qualifiziert.

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Die Topstars können die Qualifikation zum Einschwimmen nutzen. Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock und seine Verlobte Sarah Köhler haben ihr Tokio-Ticket ebenso bereits sicher wie Franziska Hentke, Laura Riedemann, Marius Kusch, Marco Koch, Philip Heintz und Jacob Heidtmann. Insgesamt rechnet der DSV mit 25 bis 30 Beckenschwimmern bei Olympia.

Überschattet wird der Re-Start der Schwimmer vom Wirbel abseits des Beckens. "Was im Moment vom Vorstand an Entscheidungen getätigt wird, trägt nicht dazu bei, dass wir uns entspannt auf die bevorstehende Olympia-Qualifikation vorbereiten können", sagte Köhler (26) dem SID: "Das bringt Unruhe und Verunsicherung, nachdem wir uns im Leistungssport in den letzten zwei Jahren auf einem guten Weg befunden haben."

Am Dienstag hatte der DSV den erst am Tag zuvor zum Sportdirektor ernannten Dirk Klingenberg (51) wieder abberufen, weil herausgekommen war, dass sich der ehemalige Wasserball-Nationalspieler vor sieben Jahren an einer Werbeaktion mit einem Berliner Groß-Bordell beteiligt hatte. Der "frivole Bericht" aus Klingenbergs Vergangenheit sei "mit den hohen moralischen Ansprüchen des Spitzenverbandes nicht vereinbar", hieß es als Begründung in der DSV-Pressemitteilung.

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