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Olympia 2020: Tschaikowski statt russische Nationalhymne
Olympia 2020: Tschaikowski statt russische Nationalhymne © AFP/SID/ALEXEY FILIPPOV
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Ein Teil von Tschaikowskis Violinkonzert dient bei den Olympischen und Paralympischen Spielen als Ersatz für Russlands verbotene Nationalhymne.

Ein Teil von Tschaikowskis Violinkonzert dient bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio als Ersatz für Russlands verbotene Nationalhymne. Das gab das russische Olympia-Komitee ROK am Donnerstag bekannt. 

"Das IOC hat Russlands Olympischem Komitee mitgeteilt, dass ein Stück von Peter Tschaikowskis Konzert für Violine und Orchester No. 1 zugelassen worden ist", teilte das russische Komitee mit.

Russlands Hymne ist derzeit wegen des Staatsdoping-Skandals bei Olympia und auch bei Weltmeisterschaften ebenso verboten wie die Flagge des Landes. Der Bann der Symbole gilt bis zum 16. Dezember 2022. Russische Aktive werden für die Dauer der Sanktion als "neutrale Athleten aus Russland" geführt.

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Durch die Zustimmung des IOC für einen Ausschnitt des Werks des russischen Komponisten Tschaikowski aus dem Jahr 1878 ist die Hymnen-Frage im zweiten Anlauf gelöst worden. Im vergangenen März hatte die Athletenkommission des russischen Olympia-Komitees die Verwendung des seit dem Zweiten Weltkrieg in Russland populären Liebesliedes "Katjuscha" als Hymnen-Ersatz angeregt, doch lehnte der Internationale Sportgerichtshofs CAS den Antrag ab. Die Juristen begründeten ihre Entscheidung damit, dass das Hymnenverbot "für jedes Lied gilt, dass mit Russland in Verbindung steht". 

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