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Scouting für Behindertensport durch Corona erschwert
Scouting für Behindertensport durch Corona erschwert © AFP/SID/CHRISTOPHE SIMON
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DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher schlägt in der Coronakrise Alarm: "Der Sport erfährt in Deutschland gerade eine große Zäsur."

DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher schlägt in der Coronakrise Alarm. "Der Sport erfährt in Deutschland gerade eine große Zäsur. Die Menschen kündigen bataillonsweise ihre Mitgliedschaften", sagte der Spitzenfunktionär des Deutschen Behindertensportverbandes bei "Einwurf - Der Sportpodcast". 

Dazu bereite der Nachwuchs besondere Sorgen. "Die Achillesferse" sei schon die Nachwuchsfindung, sagte Beucher. Im paralympischen Sport müssen erstmal überhaupt Kinder mit Behinderung gefunden werden. Aufgrund der strengen Datenschutzrichtlinien in Deutschland nicht so einfach. 

"Wir können nicht bei Schulministerien oder Schulen anfragen und sagen, gebt uns mal die Adressen von Schülern mit einer Behinderung", sagte der 74-Jährige. Dieses "Dilemma" versuche man normalerweise dadurch zu lösen, dass vielerorts Talentscouts "Schulen besuchen und versuchen Nachwuchs zu akquirieren". In Zeiten des strengen Lockdowns mit Schulschließungen ist das unmöglich.

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Nahezu unmöglich war in letzter Zeit die Planung des gesamten Sportbetriebs, da sei unheimlich viel "für die Tonne" geplant worden, sagte Beucher. "Die letzten acht, neun Monaten haben im Lichte von Absagen stattgefunden. Es war unglaublich schwierig den Sportbetrieb aufrechtzuerhalten." 

Dazu seien mit der Verschiebung der Paralympics für viele seiner Athleten "Lebensbilder" zusammengebrochen. "Die hatten alles darauf ausgerichtet und auf einmal war das nicht", sagte Beucher rückblickend.

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