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Das Blau des Himmels leuchtet mit dem des Ozeans um die Wette, der Wind pfeift leise aber beständig, über den Himmel huschen kleine Wolkenfetzen. Die schneebedeckten Berge fallen erst steil und felsig ab, um dann immer sanfter werdend im Ozean zu enden. Weit und breit ist kein Mensch zu sehen, nur zwei Snowboarderinnen die in weiten Schwüngen durch den Schnee hinabgleiten. Es sind die Freeride Weltmeisterinnen Aline Bock und Anne-Flore Marxer. Sie sind mit ihren Snowboards und Surfbrettern unterwegs auf einem Roadtrip durch Island.

A Land shaped by Women - A SEAT Ateca Roadtrip

Island - voller Herausforderungen für Sportler

Aline Bock aus Deutschland und Anne-Flore Marxer aus der französischen Schweiz sind nach Island gekommen, um die besten Plätze für ihre Leidenschaft auszukundschaften. Damit liegen sie voll im Trend: Kaum ein europäisches Land erlebte in den letzten Jahren so einen Tourismusboom wie Island. Das am dünnsten besiedelte Land Europas mit seiner scheinbar endlosen und unzerstörten Natur ist nicht nur Sehnsuchtsort für Instagrammer und Naturfans, sondern auch ein perfekter und immer beliebterer Spielplatz für Sportler.

Doch Aline und Anne-Flore machen sich nicht nur auf zu ihrem Roadtrip durch Island, um die dortigen Tourenberge mit dem Splitboard zu erkunden und sich mit den Surfbrettern den kalten Wellen zu stellen, sondern auch um sich mit isländischen Frauen zu treffen. Die beiden Weltmeisterinnen haben in ihren Karrieren hart für die Gleichstellung in der männerdominierten Sportart Snowboarden gekämpft und Island als Ziel für ihren sportlichen Roadtrip gewählt, weil Geschlechtergleichstellung dort eine lange Tradition hat. Die Vereinten Nationen haben Island neunmal in Folge attestiert, das Land zu sein, das sich am meisten für die Gleichberechtigung von Mann und Frau einsetzt.

Die Kraft der rauen und beeindruckenden Natur Islands scheint sich auch auf ihre Bewohnerinnen zu übertragen: Aline und Anne-Flore treffen zum Beispiel eine echte Abenteurerin: Vilborg Arna Gissurardóttir. Ganz auf sich allein gestellt hat sie den Südpol erreicht und als erste Isländerin den Mount Everest bestiegen. Mit Heida Birgisdóttir gehen die beiden im Norden der Insel Snowboarden. Sie ist eine der ersten Snowboarderinnen Islands und hat erfolgreich eine fast schon legendäre Boardsport- und Bekleidungsmarke nur für Frauen ins Leben gerufen - obwohl alle ihr davon abgeraten haben, weil kein Bedarf dafür da sei.  

Island - ein aufgehender Polarstern am Sporthimmel

Vilborg Arna und Heida sind nur zwei von vielen. Denn Island bringt in Relation zu seinen nur 329.100 Einwohnern besonders viele Sportler hervor: Gäbe es eine Sportlichkeit pro Kopf, wäre Island die beste Nation der Welt. Und das gilt nicht nur in Outdoorsportarten, wie Surfen, Bergsteigen oder Snowboarden, wo die wilde und raue Natur Islands begünstigend sein mag. Im Gegenteil, es sind auch Disziplinen, bei denen es nicht gerade förderlich ist, wenn es sieben Grad gerne mal den ganzen Sommer nur durchregnet. Doch auch in solchen Sportarten strahlen wie der Polarstern über Island, auch die Isländer hell am internationalen Sporthimmel.

Doch wieso wurde so viel Sportlichkeit so großzügig auf die wenigen Isländer verteilt? Liegt es vielleicht daran, dass McDonald’s und Burger King auf der Insel nie Fuß fassen konnten, da den Isländern ihre etwas ausgefallenen aber eiweißreichen Spezialitäten, wie fermentierten Hai oder in Molke eingelegten Hammelhoden, einfach besser schmecken? In jedem Fall ist es für eine Sportnation sicherlich keine schlechte Idee, den Verkauf von Alkohol und Tabakwaren sehr restriktiv zu behandeln, so wie es die Isländer tun. Aber allein das genügt lange noch nicht, um ein Land sportlich in die erste Liga zu bringen: Dazu gehört auch eine vorausschauende Planung und kluge Investitionen vom Nachwuchs bis in den Profibereich.

Land of Ice - A SEAT Ateca Roadtrip

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Von Glíma zum Handball

Der traditionelle Nationalsport in Island ist Glíma, eine Art Ringkampf, bei dem die Kämpfer sich nur an den Gürteln packen dürfen und versuchen müssen, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Doch mittlerweile hat eine moderne Sportart der Tradition den Rang abgelaufen. Obwohl es aufgrund der niedrigen Einwohnerzahl schwierig ist, bei Mannschaftssportarten international konkurrenzfähig zu sein, hat Island das beim Handball geschafft. Sowohl bei einer Europa-, als auch bei einer Weltmeisterschaft erzielte sie eine Platzierung unter den ersten fünf. Der Einzug ins Finale bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking und der Gewinn der Silbermedaille war der bislang größte Mannschaftserfolg in der isländischen Sportgeschichte.

Islands Fußballwunder, das eigentlich gar keines ist

In der Fußballweltrangliste stehen die Isländer im Moment auf Platz 36, vor acht Jahren waren sie noch Nummer 112. Doch schon damals investierten sie kräftig und vorausschauend in den Sport: Sieben Fußballhallen entstanden, die ein Ganzjahrestraining möglich machen. Die erste Halle eröffnete im Jahr 2000 in der Nähe des internationalen Flughafens. Dort trainieren sechs- bis zwölfjährige Nachwuchskicker auf einem Originalspielfeld mit allerbestem Kunstrasen, statt wie zuvor auf kleinen Basketballplätzen.

Doch der Bolzplatz allein macht noch keinen Profifußballer. Das weiß auch der isländische Fußballverband, der anordnete, dass alle Mannschaften einen Trainer mit UEFA-Lizenz haben müssen. Deshalb kümmern sich um den isländischen Fußballnachwuchs nicht irgendwelche Väter in ihrer Freizeit, sondern über 850 Lizenz-Trainer - mehr Trainer pro Kopf gibt es sonst wohl nirgends auf der Welt.

Bei der Europameisterschaft 2016 ist Island so eine kleine Sensation gelungen, die sie zum Favoriten der Herzen machten: Nach einem Unentschieden beim Auftakt gegen Portugal, zogen die Isländer mit einem 2:1 gegen England sogar ins Viertelfinale ein, wo sie gegen Gastgeber Frankreich mit 2:5 ausschieden. Die Sympathie ganz Europas hatten sie bis dahin längst gewonnen, und die ihrer Fans zuhause sowieso. So war es auch kein Wunder, dass das Auftakts-Unentschieden der Isländer gegen den Favoriten Argentinien bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland auf der Insel für eine Traumquote sorgte: 99,6 Prozent der Isländer saßen vor dem Fernseher und erlebten mit dem Treffer Alfred Finnbogason das erste WM-Tor eines Isländers überhaupt. Der Sender spaßte hinterher, dass die restlichen 0,4 Prozent in Russland auf dem Platz standen. 

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Mit Hirn und Tradition

Noch besser als mit Bällen können Isländer aber mit einer anderen runden und im Zweifelsfall härteren Sache umgehen: ihrem Kopf. Zwölf Schachgroßmeister hat Island hervorgebracht, das ist ein Großmeister pro 30.000 Einwohnern - eine größere Dichte an Turnierschachspielern mit dem höchsten vom Weltschachverband verliehen Titel gibt es sonst nirgends auf der Welt. Genau wie Schach ist Reiten ein Volkssport der Isländer. Vor allem auf den zähen und eigenwilligen Islandpferden holten sie so viele Medaillen, dass Island im ewigen Medaillenspiegel der Spiele der kleinen Staaten von Europa den ersten Platz belegt.

Die stärksten Frauen und Männer

Doch Island kann auch modern: So abgelegen die Insel auch sein mag, der Fitnesstrend CrossFit hat auch in den hohen Norden gefunden und Island im Sturm erobert. Vor allem bei den Frauen dominiert das Land seit 2011 die Bestenlisten: Annie Mist Thorisdóttir gewann die Crossfit Games zweimal, landete ein weiteres Mal auf dem Zweiten und einmal auf dem Dritten Platz. Katrín Tanja Davíðsdóttir stand ebenfalls zweimal oben auf dem Treppchen und wurde in diesem Jahr Dritte. Und Ragnheiður Sara Sigmundsdóttir konnte zweimal die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen. Die fitten Isländerinnen fahren nicht nur sportliche Erfolge ein, sondern unterhalten auf Instagram mindestens doppelt so viele Follower, wie Menschen in ihrem Land leben.

Auf Instagram spielt er in einer ähnlichen Liga, sein Bizeps stellt seine Landsfrauen aber dennoch in den Schatten: Hafbor Júlíus Björnsson. Den meisten ist er wohl in seiner Rolle als Gregor Clegane, genannt “Der Berg”, in Game of Thrones bekannt. Doch der Berg hat nicht nur schauspielerische Fähigkeiten. Seine sportliche Karriere startet Hafbor als Basketballspieler, er spielt sogar in der Nationalmannschaft, doch muss den Sport dann wegen einer Knieverletzung aufgeben. 2010 begann der 2,05 Meter große Hüne seine Karriere als Strongman. In seiner nordischen Heimat gewinnt er seitdem fast alle Wettbewerbe, international war 2018 sein erfolgreichstes Jahr: Hafbor gewinnt den Arnold Strongman Classic, Europe`s Strongest Man und World`s Strongest Man - mehr geht nicht.

Ein unbändiger Wille, der von der Natur mitgegebene Biss, Kreativität, Weitblick und Zusammenhält - was es am Ende ist, das die Isländer so stark macht, körperlich als auch geistig, das bleibt wohl ihr Geheimnis. Klar ist, der Faszination des Eislandes erliegt jeder über kurz oder lang. Und wer weiß, vielleicht bekommt man bei einem Roadtrip entlang der berühmten 1.332 Kilometer langen Ringstraße ja ein bisschen was von den isländischen Superkräften ab.

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