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Michael Robionek
Michael Robionek © Pokerstars
Lesedauer: 5 Minuten
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Für Michael Robionek sind im Januar gleich mehrere Träume in Erfüllung gegangen.

„Dank PokerStars konnte ich gleich zwei Dinge von meiner Bucketlist abarbeiten: Einmal mit den besten der Welt spielen um zu schauen, ob sie wirklich besser sind, und einmal in kristallklarem Wasser schwimmen“, erzählte der 46-Jährige im Gespräch mit SPORT1.

Der Hobby-Spieler, der sich „nie in die Verlegenheit bringen wollte, beim Poker viel Geld zu setzen“, hatte sich per Platinum Pass für die PokerStars Players NL Hold’Em Championship (PSPC) 2019, dem größten Turnier mit einem Buy-In von 25.000 Dollar in der Pokergeschichte, auf den Bahamas qualifiziert.

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Für dieses erhielten 320 Spieler Zugang durch den sogenannten Platinum Pass - darunter auch Robionek. Diese Pässe vergab der Veranstalter im Laufe des vergangenen Jahres bei Live- und Online-Turnieren, Verlosungen und Wettbewerben, um auch Amateuren die Möglichkeit zu geben, zumindest einmal im Leben bei einem Turnier dieser Preisklasse mitzuspielen.

Robionek beließ es jedoch nicht bei der Erfüllung zweier Lebensträume, er schrieb auch „dank zweimonatiger intensiver Vorbereitung mit der PokerStars School“ ein wahres Poker-Märchen. Der Mann aus Gelsenkirchen-Buer überstand Tag um Tag, belegte am Ende Platz 21 und kassierte dafür ein Preisgeld von 150.600 Dollar.

„Am Ende habe ich sogar noch von etwas mehr geträumt. Ich habe leider im Turnierverlauf zu wenig geschlafen. Ich habe gegen Ende die Informationen zwar aufgenommen, konnte sie aber nicht mehr sinnvoll verarbeiten“, erzählte Robionek.

Dennoch war er im luxuriösen Atlantis Paradiese Island Resort bester Deutscher. Neben ihm gelang auch Marvin Rettenmeier (126.000 Dollar), Christoph Vogelsang (56.800 Dollar), Marius Gierse (56.800 Dollar), Kilian Kramer (39.500 Dollar), Robert Heidorn (25.450 Dollar) und Felix Schneiders der Sprung ins Geld.

PokerStars-Botschafter Schneiders, der Robionek und fünf weitere Platinum-Pass-Gewinner in einer Trainingsgruppe auf die PSPC vorbereitete, nahm für Platz 40 69.100 Dollar mit nach Hause.

Robionek, der vor gut zweieinhalb Jahren seinen Job bei einem internationalen Stahlunternehmen verloren hatte, kann mit dem gewonnenen Geld jetzt sorgenfreier in die Zukunft blicken. Er arbeitet jetzt selbstständig im Event-Bereich. Das Geld hilft, sein neues Standbein weiter auszubauen.

Eine weitere, sogar noch viel größere, Erfolgsgeschichte schrieb auf den Bahamas Ramon Casillas. Auch der Spanier startete mit einem Platinum Pass, ihm gelang jedoch der ganz große Wurf, gewann und erhielt dafür 5,1 Millionen Dollar.

„Mein Traum wurde wahr! Im Moment direkt nach dem Turnier konnte ich es erst gar nicht wirklich realisieren. Aber nach einigen Wochen habe ich mir nochmal die Aufzeichnungen angesehen und da wurde mir klar, was ich da erreicht habe. Jetzt bekomme ich immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke“, sagte Casillas angesprochen auf seine ersten Gedanken nach dem Sieg zu SPORT1.

Den Traum wagen

Für Robionek hat sein gelebter Traum auf den Bahamas noch weitere Auswirkungen. Er ist das neue Gesicht der TV-Werbekampagne von PokerStars.de mit dem passenden Namen „Den Traum wagen“.

„Ich freue mich sehr, dass PokerStars mir diese Aufgabe anvertraut. Es ist schon etwas unreal, wenn ich jetzt meinen Kopf im Fernsehen oder im Internet sehe. Ich bin aber auch der lebende Beweis dafür, dass man mit etwas Hingabe und dem Willen in kurzer Zeit viel zu trainieren, im Poker viel erreichen kann“, beschreibt Robionek diese „Ehre“.

Im Rahmen der Kampagne können sich Pokerspieler einen großen Traum – ähnlich wie einst Robionek – erfüllen und einen Urlaub in die Pokermetropole Las Vegas gewinnen.

Dafür müssen sich Interessierte über eines der täglich stattfinden Qualifikationsturniere für ein Online-Finale qualifizieren. Die Sieger der insgesamt neun Finals fahren dann nach Las Vegas.

Nächster Stopp: Barcelona

Für Robionek, Schneiders und viele weitere von der PSPC bekannte Spieler steht in naher Zukunft keine Reise nach Las Vegas, sondern ein anderes Highlight im Poker-Kalender an: Die European Poker Tour in Barcelona

Vom 20. August bis 1. September steht der dritte Stopp der diesjährigen Tour an. Insgesamt 51 Events stehen auf dem Turnierplan. Neben dem Main Event stehen auch zahlreiche High-Roller-Turniere auf dem Programm.

Für die EPT in Barcelona wagt Robionek eigens ein „Comeback“. Da es für ihn „weiter nicht in Frage kommt, mein bei der PSPC gewonnenes Geld in Buy-Ins zu investieren“, versuchte er sich über reguläre Online-Turniere für die EPT in Barcelona zu qualifizieren. 

Dies gelang ihm auch: In Barcelona ist er beim National und beim Main Event dabei.

Sein Traum, mit den großen Pokerstars am Tisch zu sitzen, geht also weiter.

Auf SPORT1.de/Poker gibt es alle aktuellen News und Hintergründe zur EPT in Barcelona. Dazu gibt es in der die Mediathek ab 22. August die Höhepunkte der PCA 2018 zu sehen.

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