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John Degenkolb fährt für das Team Trek-Segafredo
John Degenkolb fährt für das Team Trek-Segafredo © Getty Images
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Für eine Top-Platzierung hat es beim Halbklassiker Quer durch Flandern nicht gereicht. Trotzdem präsentierten sich die deutschen Radprofis in aufsteigender Form.

Die Radprofis John Degenkolb (Gera/Trek-Segafredo) und Tony Martin (Cottbus/Katusha-Alpecin) haben sich beim Halbklassiker Quer durch Flandern in leicht aufsteigender Form präsentiert, eine Topplatzierung aber verpasst.

Die Generalprobe für die Flandern-Rundfahrt beendete das deutsche Duo 2:42 Minuten hinter dem belgischen Sieger Yves Lampaert (Quick-Step Floors) auf den Rängen 15 und 35.

Nach wochenlangen Enttäuschungen konnte Degenkolb wieder lächeln. "Das war ein höllisches Rennen, das eine Menge Spaß gemacht hat", schrieb der 29-Jährige bei Facebook.

Für die berühmte "Ronde" am Sonntag sieht er sein Team "gerüstet" - auch weil die Teamkollegen Mads Pedersen (Dänemark) und Jasper Stuyen (Belgien) mit den Plätzen fünf und zehn überzeugten.

Titelverteidiger Lampaert setzte die entscheidende Attacke beim kräftezehrenden Kopfsteinpflaster-Rennen über 180 km von Roeselare nach Waregem knapp einen Kilometer vor dem Ziel und verwies im strömenden Regen den Niederländer Mike Teunissen vom deutschen Team Sunweb und Lokalmatador Sep Vanmarcke (EF Education First-Drapac) auf die Plätze zwei und drei.

Der frühere Paris-Roubaix-Sieger Degenkolb und der vierfache Zeitfahrweltmeister Martin waren da nicht mehr vorne dabei. Auf den zahlreichen rutschigen Kopfsteinpflaster-Passagen und zwölf Hellingen mit bis zu 20 Prozent steilen Anstiegen hatten sie sich lange Zeit aufmerksam gezeigt und zeitweise ihr Heil in der Flucht gesucht.

Martin kommt zu Fall

Pech hatte dabei Martin, der als führender Solist 53 km vor dem Ziel zu Fall kam. Als es 25 km vor dem Ziel ernst wurde, fiel erst Martin und kurz darauf auch Degenkolb zurück.

Eine starke Leistung zeigte Alejandro Valverde, der mit der ersten Verfolgergruppe 59 Sekunden hinter Lampaert als Elfter ins Ziel kam. Der spanische Altmeister meidet das Kopfsteinpflaster eigentlich, war aber ebenso wie sein kolumbianischer Movistar-Teamkollege Nairo Quintana in Vorbereitung auf die Tour de France nach Flandern gekommen. Nach seiner starken Vorstellung erwägt der 37-Jährige nun auch seine erstmalige Teilnahme an der Flandern-Rundfahrt.

Kurzfristig abgesagt hatten in Roeselare Weltmeister Peter Sagan vom deutschen Team Bora-hansgrohe sowie der Belgier Philippe Gilbert (Quick-Step Floors), der am Sonntag als Titelverteidiger in die Flandern-Rundfahrt startet.

Die 102. Auflage des zweiten Radsportmonuments des Jahres führt am kommenden Sonntag über 260 Kilometer von Antwerpen nach Oudenaarde.

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