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Radsport: Kristina Vogel erhält Tipps von Kira Grünberg, Kristina Vogel ist nach einem Sturz querschnittsgelähmt
Kristina Vogel liegt nach einer Not-Operation im künstlichen Koma © Getty Images
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In der Halle, in der Olympiasiegerin Kristina Vogel schwer gestürzt ist, wird am Wochenende ein Bahnrad-Wettbewerb ausgetragen. Das Preisgeld wird gespendet.

Trotz des schweren Unfalls der zweimaligen Olympiasiegerin Kristina Vogel ist der "Große Preis von Deutschland" im Bahnradsprint in Cottbus gestartet worden. Die Chemnitzer Erdgas-Mannschaft, der Vogel angehört, initiierte eine Crowdfunding-Aktion unter dem Hashtag #staystrongkristina. Das berichtet die Lausitzer Rundschau.

Bahnrad-Sprinter Maximilian Levy rief die Fahrer zudem dazu auf, sämtliches Preisgeld für Vogel zu spenden. Gut 4000 Euro könnten auf diesem Wege zusammenkommen. Erklärtes Ziel der Spendenaktion ist es, 50.000 Euro für Vogel verfügbar zu machen. 

"Es sieht so aus, dass sie viel Rehabilitation benötigen wird, um ins Leben zurückzukehren", heißt es in einem schriftlichen Aufruf, der an der Wand des Fahrerlagers direkt neben den Zeitplänen und Ergebnissen aufgehängt wurde.

Start nicht an Unfallstelle von Vogel

Das Erdgas-Team trägt an diesem Wochenende Kappen, T-Shirts sowie Armbinden mit der Aufschrift #staystrongkristina. Zudem wurde der Start der Sprint-Qualifikation auf der Gegengeraden um einige Meter verlegt, damit die Sportler nicht an der Unfallstelle stehen müssen. Den Fahrern ist der Start freigestellt. "Wenn ein Sportler am Start steht und merkt, er kann es doch nicht und geht nach Hause, dann ist das auch völlig in Ordnung", sagte Levy der Rundschau.

Am Freitagabend stehen bei Frauen und Männern die Entscheidungen im Sprint an, Samstag werden die Finalläufe im Teamsprint und Keirin ausgetragen.

Vogel war am Dienstag beim Training auf der Betonbahn in Cottbus verunglückt und erlitt dabei eine schwere Wirbelsäulenverletzung, dazu Brüche des Schlüsselbeins und mehrerer Knochen. Die 27 Jahre alte Erfurterin war bei voller Geschwindigkeit mit einem niederländischen Fahrer kollidiert, der sich ebenfalls auf der Radrennbahn befand.

Die elfmalige Weltmeisterin wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber nach Berlin geflogen, wo sie nach Verbandsangaben "intensivst versorgt" wurde. Vogel liegt weiterhin im künstlichen Koma.

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