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Chris Froome sorgt nicht nur für sportliche Schlagzeilen
Chris Froome sorgt nicht nur für sportliche Schlagzeilen © Getty Images
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Radprofi Maximilian Schachmann kritisiert die derzeitige Startberechtigung des unter Doping-Verdacht stehenden Chris Froome.

Radprofi Maximilian Schachmann hat sich für einen härteren Umgang mit dem unter Dopingverdacht stehenden Top-Fahrer Chris Froome ausgesprochen. "Er hatte nun mal einen auffälligen Salbutamol-Wert. Es liegt ganz klar eine Verletzung des Regelwerks vor. Daher wäre es für viele deutlich verständlicher, wenn es in diesem Fall zu einer Suspendierung kommt oder Froome zumindest hätte aussetzen müssen, bis die Sache geklärt ist", sagte der 24-Jährige dem Tagesspiegel.

Der 33 Jahre alte Froome hatte im Mai zum ersten Mal den Giro d'Italia gewonnen und damit nach seinen vier Siegen bei der Tour de France sowie einem Erfolg bei der Vuelta in Spanien bei allen großen Landesrundfahrten triumphiert. 

Kurz nach seinem Vuelta-Sieg war der Brite im September 2017 über den anormalen Test auf das Asthmamittel Salbutamol informiert worden. Froome und sein Erfolgsteam Sky sind seither um eine Entlastung des Tour-Titelverteidigers bemüht.

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Fall Froome beschäftigt Fahrer 

Schachmann, der beim diesjährigen Giro eine Bergetappe gewinnen konnte, gab zu, dass der Fall Froome auch während der Rundfahrt die Fahrer beschäftigt habe: "Natürlich wird im Feld darüber gesprochen. Und das Ganze hat natürlich auch einen Beigeschmack, selbst wenn am Ende nichts falsch gemacht worden ist. Aber was mich an der Sache nervt, ist, dass die Zuschauer das überhaupt nicht nachvollziehen können."

Dass die Akte Froome noch vor dem Beginn der Tour de France (7. bis 29. Juli) geschlossen werden kann, hatte Präsident David Lappartient vom Weltverband UCI jüngst für unwahrscheinlich erklärt. Schachmann denkt derweil bereits an den Worst Case: "Ich hoffe nur nicht, dass der Fall eintritt, dass ihm der Sieg aberkannt wird. Das wäre extrem schädigend für unseren Sport."

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