vergrößernverkleinern
Die Radprofis müssen in Zukunft auf Tramadol verzichten
Die Radprofis müssen in Zukunft auf Tramadol verzichten © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Das Schmerzmittel Tramadol ist ab Januar 2019 im Radsport verboten. Laut einer Studie wurde es 2017 in vielen Blut- und Urinproben nachgewiesen.

Der Radsport-Weltverband UCI verbietet ab dem 1. Januar 2019 den Einsatz des Schmerzmittels Tramadol.

Bei einem internen Treffen im französischen Arzon wurde zudem ein mindestens achttägiges Startverbot für Fahrer beschlossen, die Glucocorticoide einnehmen. Die Notwendigkeit der Nutzung des zu den Corticosteroiden zählenden Medikaments müssen Teamärzte der Radprofis ausreichend begründen.

Tramadol steht noch nicht auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, für Aufsehen sorgte jedoch eine Studie, nach der das Analgetikum 2017 in mehr als vier Prozent aller abgegebenen Blut- und Urinproben der Radsportler nachgewiesen wurde. Die WADA prüft derzeit, ob sie die Verwendung von Tramadol ebenfalls untersagt.

Anzeige

Die UCI begründete ihre Entscheidung mit den Nebenwirkungen von Tramadol, das zu Schwindel, Schläfrigkeit, eingeschränkter Wachsamkeit und körperlicher Abhängigkeit führen und damit die Sicherheit der Fahrer im Peloton gefährden kann. Einige Studien belegen zudem eine in geringem Maße leistungssteigernde Wirkung des Schmerzmittels.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image