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Michele Ferrari war zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden
Michele Ferrari war zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden © Getty Images
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Laut eines Medienberichts annulliert das oberste italienische Gericht das Urteil gegen Skandalarzt Michele Ferrari. Das Verfahren wird demnach neu aufgerollt.

Das Verfahren gegen den italienischen Skandalarzt Michele Ferrari muss neu aufgerollt werden.

Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, annullierte das oberste italienische Gericht das im April 2017 von einem Berufungsgericht in Bozen gefällte Urteil. Ferrari war zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dem im Sport lebenslang gesperrten Mediziner wurde wiederholte Abgabe sowie Beihilfe zur Verabreichung von Dopingmitteln vorgeworfen.

Das Oberste Gericht nahm die Berufung der Anwälte Ferraris an, die auf nicht rechtskonforme Aspekte des Prozesses gegen ihren Mandanten gefordert hatten. In dem Verfahren wurde auch der Südtiroler Biathlet Daniel Taschler wegen wiederholten Epo-Missbrauchs zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

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Dessen Vater Gottlieb Taschler, der der Beihilfe zum Doping - erschwert durch sein Amt als Vizepräsident des Biathlon-Weltverbandes - beschuldigt wurde, wurde mit einer Haftstrafe von einem Jahr belegt.

Gegen die beiden Südtiroler waren 2014 Dopingvorwürfe laut geworden. Aus Abhörprotokollen der Staatsanwaltschaft Padua soll hervorgehen, dass Taschler seinem Sohn im Jahr 2010 einen verbotenen Kontakt zu Ferrari vermittelt hat.

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