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Lisa Brennauer holte Silber in der Einerverfolgung
Lisa Brennauer holte Silber in der Einerverfolgung © Getty Images
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Bei der Bahnrad-WM gewinnen Lisa Brennauer und Lisa Klein die nächsten Medaillen für das deutsche Team. Miriam Welte verpasst Edelmetall um Haaresbreite.

Lisa Brennauer war hin- und hergerissen. "Es ist schon schade. Natürlich wäre es geil gewesen, mit dem Regenbogentrikot nach Hause zu fahren", sagte sie nach ihrer Finalniederlage in der Einerverfolgung der Bahn-WM in Pruszkow gegen die Australiern Ashlee Ankudinoff.

Andererseits sei Silber "etwas ganz Großes". "Letztlich", bilanzierte Brennauer, "überwiegt die Freude".

Die 30-Jährige aus Durach sorgte am vierten Tag der Titelkämpfe in Polen für den Höhepunkt im Team der deutschen Bahnradfahrer. Gemeinsam mit Lisa Klein (Saarbrücken), die sich im kleinen Finale Bronze sicherte, stockte Brennauer das Medaillenkonto für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) auf fünf auf. Die bis dato letzte deutsche WM-Medaille in der Einzelverfolgung lag 19 Jahre zurück.

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Welte fehlen Zwölf Tausendstel zur Medaille

Den sechsten Podestplatz verpasste Miriam Welte im 500-m-Zeitfahren denkbar knapp. Die Titelverteidigerin fuhr in ihrer Paradedisziplin auf den undankbaren vierten Platz - zwölf Tausendstel lag sie hinter der Australiern Kaarle McCulloch auf dem Bronzeplatz. Gold sicherte sich überlegen die Russin Daria Schmelewa mit 0,295 Sekunden Vorsprung vor Olena Starikowa aus der Ukraine.

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WM-Debütantin Lea Sophie Friedrich (19) aus Dassow, die am Freitagabend Vierte im Sprint geworden war, kam auf Platz sieben. Pauline Grabosch (Erfurt/15.) hatte das Finale verpasst.

"Es war für mich und meinen Körper eine ganz neue Erfahrung, hier zu fahren", sagte Friedrich, die hochzufrieden aus Pruszkow abreist: "Ich gehe mit überraschenden Resultaten hier raus. Ich hätte niemals gedacht, dass ich mich so gut platziere. Es ist mein erstes Jahr, was will ich mehr?"

Bötticher scheidet im Achtelfinale aus

Mehr wollte Stefan Bötticher (Chemnitz) nach seiner Bronzemedaille im Keirin, doch im Sprint war für den 27-Jährigen bereits im Achtelfinale Endstation. Bötticher unterlag Paul Nicholas aus Trinidad und Tobago. Vier Tausendstel, nicht mehr als eine Reifenbreite, lag er hinter seinem Kontrahenten. Maximilian Dornbach (Erfurt) war schon eine Runde früher ausgeschieden.

Am Sonntag, beim WM-Abschluss, haben die deutschen Bahnradfahrer voraussichtlich noch zwei Medaillenchancen. Emma Hinze (Cottbus), die als Nachfolgerin der nach einem Trainingsunfall querschnittsgelähmten elfmaligen Weltmeisterin Kristina Vogel an der Seite von Miriam Welte Bronze im Teamsprint gewonnen hatte, tritt im Keirin an.

Als Titelverteidiger gehen Roger Kluge (Eisenhüttenstadt) und Theo Reinhardt (Berlin) im Zweier-Mannschaftsfahren an den Start. Allerdings mit einem Nachteil: Kluge reist erst am Sonntagmorgen von der UAE Tour in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo er auf der Straße für das Team Lotto-Soudal gefahren war, nach Polen.

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