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Richard Carapaz (v.) steht kurz vor dem Gesamtsieg beim Giro d'Italia
Richard Carapaz (v.) steht kurz vor dem Gesamtsieg beim Giro d'Italia © Getty Images
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Beim Giro d'Italia steht Richard Carapaz kurz vor dem ersten Gesamtsieg eines ecuadorianischen Profis. Auch für Pascal Ackermann gibt es Grund zur Freude.

Radprofi Richard Carapaz steht kurz vor dem ersten ecuadorianischen Gesamttriumph beim Giro d'Italia.

Auch bei der letzten Bergankunft der 102. Italien-Rundfahrt auf dem Monte Avena war der 26-Jährige nicht zu gefährden und nimmt einen satten Vorsprung von fast zwei Minuten auf den Italiener Vincenzo Nibali mit in das abschließende Einzelzeitfahren über 17 Kilometer am Sonntag in Verona.

Der Tagessieg ging an den Spanier Pello Bilbao (Astana), der bereits die siebte Etappe gewonnen hatte.

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Ackermann behauptet violettes Trikot

Auch Sprinter Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) ist ein großer Erfolg nun praktisch nicht mehr zu nehmen. Der 25 Jahre alte deutsche Meister kämpfte sich bravourös über die letzten Anstiege, behauptete sein Violettes Trikot des Punktbesten und wird diese Wertung im Normalfall als erster Deutscher gewinnen.

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Carapaz präsentierte sich auf der 194 km langen 20. Etappe in den Dolomiten ebenso stark wie in den Tagen zuvor und wurde von seiner spanischen Mannschaft Movistar glänzend unterstützt. Der Bauernsohn aus den Anden wehrte alle Angriffe seiner direkten Konkurrenten souverän ab und hatte das Geschehen jederzeit im Griff.

Der sehr aktive zweimalige Giro-Gesamtsieger Nibali (Bahrain-Merida) erreichte zumindest einen Zeitgewinn auf den Slowenen Primoz Roglic (Jumbo-Visma), der 50 Sekunden hinter ihm ankam und den dritten Rang in der Gesamtwertung an Carapaz' spanischen Teamkollegen Mikel Landa verlor. Landa wurde Tageszweiter vor dem designierten Giro-Bergkönig Giulio Ciccone (Italien/Trek-Segafredo), Carapaz und Nibali.

Roglic erhält Zeitstrafe

Carapaz hat nun allerbeste Chancen auf den größten Erfolg seiner Karriere, sein Polster auf Nibali ist unter normalen Umständen groß genug, für Zeitfahrspezialist Roglic ist wohl bestenfalls noch die Rückkehr auf Rang drei möglich. Nibali liegt 1:54 Minute hinter Carapaz, danach folgen Landa (+2:53) und Roglic (+3:16).

Primoz Roglic musste eine Zeitstrafe hinnehmen
Primoz Roglic musste eine Zeitstrafe hinnehmen © Getty Images

Roglic erhielt zusätzlich zu seinem Rückstand noch eine zehnsekündige Zeitstrafe, weil ihn Anhänger am Berg etliche Meter angeschoben hatten. Ackermann muss die Zeitfahr-Pflichtübung nur schadlos hinter sich bringen, um auch bei der finalen Siegerehrung das Maglia Ciclamino übergestreift zu bekommen.

Der Kolumbianer Miguel Angel Lopez verlor nach einem Zwischenfall mit einem Fan die Nerven und verpasste dem Zuschauer mehrere Ohrfeigen. Der Anhänger war viel zu dicht neben der Gruppe mit Lopez hergerannt und hatte den Kletterspezialisten zu Fall gebracht. Lopez (25) büßte wegen der Aktion viel Zeit ein.

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