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Die Zukunft von Marcel Kittel ist weiterhin ungeklärt
Die Zukunft von Marcel Kittel ist weiterhin ungeklärt © Getty Images
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Nach seiner Vertragsauflösung bei Katusha-Alpecin ist die Zukunft von Marcel Kittel weiter ungewiss. Nach der Tour de France will er eine Entscheidung treffen.

Die sportliche Zukunft von Radprofi Marcel Kittel ist weiterhin ungeklärt.

"Es ist im Moment echt ergebnisoffen. Ich habe weder das andere noch das andere entschieden, und ich habe auch keine 20 kg zugenommen", sagte der deutsche Top-Sprinter bei einem Besuch der 106. Tour de France am Samstag in Saint-Etienne.

Im Gespräch mit der ARD fügte der Thüringer an, nach dem Ende der Frankreich-Rundfahrt eine Entscheidung über ein mögliches Karriereende zu treffen.

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Kittel hatte im Mai seinen Vertrag mit dem Team Katusha-Alpecin nach lang anhaltenden Querelen aufgelöst und sich eine Auszeit vom Profiradsport genommen. Er ist bei der Tour als Gast der ARD an diesem Wochenende zu Besuch. "Es ist cool, wieder hier zu sein, auch wenn es im Moment von der Seitenlinie ist. Aber die Tour-Atmosphäre nimmt man trotzdem wahr", sagte er.

Kittel: Trennung unausweichlich

Der deutsche Tour-Rekordetappensieger hatte bei Katusha-Alpecin nicht an die Erfolge der Vergangenheit anschließen können und war in eine nicht enden wollende Formkrise gerutscht, die Trennung war unausweichlich. "Es war eine Kombination an Faktoren. Ich habe festgestellt: So geht es hier nicht weiter. Ganz wichtig ist ein gutes Umfeld, wo ich mich wohlfühle, das hatte ich nicht. Das ist ein ganz wichtiger Teil, der meine Leistungen mit beeinflusst", erklärte der 31-Jährige.

Bei der Tour reifte Kittel zum internationalen Star. 2013 und 2014 trug der Wahl-Schweizer für je einen Tag das Gelbe Trikot, er gewann bisher 14 Etappen. In seiner stärksten Phase galt Kittel als bester Sprinter der Welt und schier unbezwingbar bei Massenankünften.

Die Eindrücke bei seinem Tour-Besuch spielen nun auch bei seiner Entscheidung eine Rolle. "Es ist so, dass ich auch die Tour nochmal auf mich wirken lassen will", sagte Kittel, dessen Lebenspartnerin, die Ex-Volleyballerin Tess von Piekartz, das erste Kind erwartet.

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Bei Kittels Tour-Besuch dürfte es sicher auch Gespräche mit an ihm interessierten Teams geben. Die niederländische Equipe Jumbo-Visma mit Kittels Freund Tony Martin hat sich diesbezüglich schon geäußert. Dorthin würde Kittel allerdings hinter dem Niederländer Dylan Groenewegen als Sprinter Nummer zwei kommen.

Kittels Tour-Stippvisite startet fast auf den Tag genau zwei Jahre nach seinem letzten Tour-Etappensieg. Er wolle sich den "Freiraum" nehmen, "gut und umfangreich" zu entscheiden.

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