vergrößernverkleinern
Pascal Ackermann gewinnt die Auftaktetappe der Deutschland-Tour
Pascal Ackermann gewinnt die Auftaktetappe der Deutschland-Tour © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Toller Start für das deutsche Radsportteam Bora-hansgrohe: Pascal Ackermann gewinnt die Auftaktetappe der Deutschland-Tour und sichert sich das Trikot des Gesamtführenden.

Pascal Ackermann riss die Arme jubelnd in die Höhe und brüllte seine Freude heraus. Mit einem imposanten Sprint hat der Pfälzer die erste Etappe der Deutschland-Tour für sich entschieden und ist zum Auftakt des Heimrennens ins Rote Trikot des Gesamtführenden gerast. "Es war ein verdammt harter Sprint, mein Team hat einen geilen Job gemacht", sagte Ackermann in der ARD.

Der 25-Jährige setzte sich nach 167 km zwischen Hannover und Halberstadt vor dem Norweger Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) und dessen Teamkollegen Simone Consonni (Italien) durch. Mit dem Erfolg hat der zweimalige Etappensieger des Giro d'Italia sein Ziel bereits erreicht. "Jetzt schauen wir von Tag zu Tag und wollen richtig Spaß haben", sagte Ackermann.

Buchmann bereitet Ackermann-Sieg vor

Den Sieg des Blondschopfs aus dem Team Bora-hansgrohe bereitete auch Tour-Held Emanuel Buchmann mit vor, der sich anders als bei der Frankreich-Rundfahrt klaglos mit einer Helferrolle für Ackermann begnügt. Der Ravensburger kontrollierte besonders bei einem knackigen Anstieg in Huy das Tempo für seinen Mannschaftskollegen und zeigte sich danach bis gut drei Kilometer vor dem Ziel an der Spitze des Feldes.  

Anzeige
Meistgelesene Artikel

"Sonst arbeitet das Team ja für mich, dann kann man auch etwas zurückgeben. Ich habe ja keine Chance, das Rennen zu gewinnen", sagte Buchmann, der bei der Großen Schleife in die Weltspitze der Rundfahrer vorgestoßen war, vor dem stimmungsvollen Start der D-Tour in Hannover. 

Das Profil des im Vorjahr neu aufgelegten Rennens kommt eher Fahrertypen wie Ackermann entgegen, der auch am Freitag beim zweiten und längsten Teilstück über 202 km von Marburg nach Göttingen nicht chancenlos ist. Um den Gesamtsieg wird der mögliche deutsche Sprintstar der Zukunft aber wohl nicht kämpfen können.

Cyclassics-Enttäuschung ohne Nachwirkung

Ackermann hatte sich das erste Teilstück entlang der früheren innerdeutschen Grenze nach Sachsen-Anhalt dick angestrichen. "Wir werden alles daran setzen, am Donnerstag zu gewinnen", hatte Ackermann gesagt, der auf seine gewohnten Bora-Sprintanfahrer Michael Schwarzmann (Kempten) und Rüdiger Selig (Zwenkau) bauen konnte, die auch glänzende Arbeit leisteten.

Die Enttäuschung vom vergangenen Sonntag, als Ackermann bei den Hamburg Cyclassics früh abgehängt wurde, hatte keine Nachwirkung. "Es war mein erster schlechter Tag dieses Jahr", merkte Ackermann an. Er traf gleichwohl auf große internationale Konkurrenz mit dem dreimaligen Tour-Etappensieger Caleb Ewan (Australien), der aber chancenlos war.

Ihr Glück hatte zunächst eine vierköpfige Ausreißergruppe versucht. Die beiden Deutschen Nikodemus Holler und Joshua Huppertz aus den kleine Teams Bike Aid bzw. Lotto-Kern Haus sowie der Franzose Julien Bernard (Trek-Segafredo) und der Russe Igor Bojew (Gazprom-Rusvelo) hatten aber nie eine reelle Chancen auf den Tagessieg und wurden rechtzeitig gestellt. Dann übernahm Bora die Tempokontrolle und eskortierte Ackermann perfekt ins Finale. 

Nächste Artikel
previous article imagenext article image