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Richard Freeman erhebt Einspruch gegen Doping-Prozess
Richard Freeman war Arzt beim Team Sky © firo Sportphoto/firo Sportphoto/SID
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Richard Freeman legt Einspruch gegen seine Verurteilung im Dopingprozess um eine Testosteron-Bestellung ein. Eine Falschaussage unterwirft seine Glaubwürdigkeit.

Richard Freeman, ehemaliger Arzt des britischen Radsport-Verbandes und des früheren Teams Sky (heute Ineos), hat Einspruch gegen seine Verurteilung im Dopingprozess um eine ominöse Testosteron-Bestellung eingelegt.

Seine neuen Anwälte bestätigten die Anfechtung des Schuldspruchs wegen der vermeintlichen Verwendung der 30 Pakete zur verbotenen Leistungssteigerung von Fahrern.

Die gerichtliche Wiederaufnahme des Falles wird demnach für November oder Dezember erwartet.

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Freeman bekannt sich in 18 Anklagepunkten schuldig

Freeman hatte sich in erster Instanz vor einem medizinischen Fachtribunal in 18 von 22 Anklagepunkten zwar schuldig bekannt.

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Allerdings war der Arzt bei seiner Behauptung bezüglich der vorgesehenen Verwendung der mit Testosteron versetzten Gels als Hilfsmittel gegen Erektionsstörungen des damaligen Verbands-Sportdirektors und Sky-Trainers Shane Sutton geblieben.

Das Gericht folgte jedoch der Anklage, wonach Freeman das Präparat "in dem Wissen oder Glauben bestellt hat, dass es in Mikrodosierungen zur Leistungsförderung eines Athleten bestimmt war".

Freeman tätigt Falschaussage

Die Pakete waren 2011 am National Cycling Centre in Manchester eingetroffen.

Freeman hatte zunächst angegeben, die Bestellung sei fälschlicherweise getätigt, später zurückgeschickt und zerstört worden, was sich als Falschaussage herausstellte und seine Glaubwürdigkeit untergrub.

Bei den Sommerspielen in London holten die britischen Bahnradfahrer ein Jahr später sieben Goldmedaillen.

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