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Mike Teunissen bleibt auch nach der 2. Etappe im Gelben Trikot
Mike Teunissen bleibt auch nach der 2. Etappe im Gelben Trikot © Getty Images
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Mike Teunissen behält das Gelbe Trikot auch nach dem Mannschaftszeitfahren. Team Jumbo-Visma mit Tony Martin entreißt Ineos mit Geraint Thomas noch den Sieg.

Das Lächeln wich gar nicht mehr aus Tony Martins Gesicht. Freudestrahlend feierte der Lausitzer mit seinen Teamkollegen auf dem Podium ein Traumwochenende bei der belgischen Radsportparty zum Auftakt der Tour de France.

"Das war mein absolutes Highlight. Es ist atemberaubend, wir reiten auf einer Welle des Erfolgs", sagte Martin nach dem Triumph im Mannschaftszeitfahren. (SERVICE: Die Wertungen der Tour de France)

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Teunissen behält Gelbes Trikot

Mit der deutschen Zeitfahrlokomotive an der Spitze landete die gelb-schwarze Überfliegermannschaft Jumbo-Visma einen grandiosen Doppelschlag und verhalf Überraschungsmann Mike Teunissen zum Gelben Trikot.

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"Es war irgendwo ein Selbstläufer, wir stehen am Start und wissen, dass wir stark sind. Ein zweiter Platz wäre eine Enttäuschung gewesen", sagte Martin.

20 Sekunden vor Team Ineos

24 Stunden nach dem Sprintsieg des Niederländers erwischte Jumbo-Visma beim Mannschaftszeitfahren über 27,6 km durch Brüssel erneut einen glänzenden Tag und siegte am berühmten Atomium in 28:57 Minuten (57,202 km/h) auch dank des unermüdlich ackernden Martin überlegen beim großen Kräftemessen der Teams.

Die niederländische Equipe war im Ziel gut 20 Sekunden Sekunden schneller als das Team Ineos um Tour-Titelverteidiger Geraint Thomas, das wie schon 2018 und 2015 Rang zwei in dieser Spezialdisziplin belegte. Im Kampf um den Gesamtsieg aber ließen Thomas und der kolumbianische Youngster Egan Bernal erstmals die Muskeln spielen und setzten schon am zweiten Tag der 106. Frankreich-Rundfahrt eine Duftmarke. 

Buchmann übersteht erste Prüfung

Die deutsche Klassementhoffung Emanuel Buchmann blieb mit der Equipe Bora-hansgrohe im Rahmen der Möglichkeiten, musste aber am Ende ziemlich auf die Zähne beißen. "Es war eine solide Vorstellung, kein super, super gutes Zeitfahren", sagte Buchmann nach einem durchschnittlichen zwölften Platz. Er hielt jedoch den Zeitverlust in Grenzen und hat damit die erste schwierige Prüfung auf dem Weg in die Top 10 der Gesamtwertung überstanden.

Nachwirkungen seines Sturzes vom Samstag zeigte der Ravensburger nicht, am Ende hatte er ein bisschen Mühe, das Tempo seiner Kollegen zu halten. "Mir ging's echt gut, das Knie hat gestern wehgetan, heute habe ich nichts mehr gespürt." Das Team von Manager Ralph Denk hatte den Schwerpunkt der Vorbereitung ohnehin eher auf das Hochgebirge abgestimmt. "Die Zeit ist okay, das ist im Rahmen", sagte Schachmann.    

Martins Mannschaft war aber nicht zu schlagen. Jumbo-Visma hatte viel Zeit und Energie investiert, um an diesem Tag auf Topniveau zu sein. Martin, der nach dem ersten Wochenende mit zehn Sekunden Rückstand Gesamtvierter ist, hatte seine Mannschaft von vornherein zu den Favoriten gezählt. Ihm kam eine Hauptrolle zu, schließlich ist der gebürtige Lausitzer ein Spezialist im Kampf gegen die Uhr und dreimaliger Weltmeister im Teamzeitfahren.

Thomas und Bernal beeindrucken

Brüssel erlebte eines der schnellsten Teamzeitfahren in der Tour-Historie, an den Rekord von Orica-GreenEdge in Nizza (2013/57,841 km/h) kam aber keine Equipe heran. Überraschend stark verkaufte sich Katusha-Alpecin mit Nils Politt und Rick Zabel als Fünfter. "Wir können sehr zufrieden sein, wir sind fast perfekt gefahren", sagte Politt. Noch einen Hauch schneller war das Team Sunweb mit Nikias Arndt und Debütant Lennard Kämna auf Rang vier.

Die erste Richtmarke hatte gleich zu Beginn der Etappe das Sky-Nachfolgeteam gesetzt, das aufgrund der Klassierung des Vortages beginnen musste. Thomas, der ebenfalls am Samstag harmlos zu Boden gegangen war, und Bernal führten eine harmonisch abgestimmte Einheit an, die nach 29:18 Minuten das Ziel erreichte. "Es war in Ordnung, wirklich ziemlich gut. Wir haben prima harmoniert", sagte Thomas.

Quick Step scheitert knapp an Ineos-Zeit

Ineos musste allerdings lange Geduld aufbringen, bis der Wert ihrer Leistung exakt zu beurteilen war. Das Weltmeisterteam Deceuninck-Quick Step kam fast an die Zeit heran.

Aber als letztes der 22 Teams ging Jumbo-Visma mit Martin vor stimmungsvoller Kulisse auf die Hochgeschwindigkeitsstrecke durch die belgische Hauptstadt - und war letztlich der Maßstab.

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