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Schwimmen: "Hammer"-Affäre um Sun Yang kommt vor CAS
Sun Yang steht im Mittelpunkt der "Hammer-Affäre" © Getty Images
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Der Fall um Schwimmstar Sun Yang und der "Hammer-Affäre" kommt vor den Sportgerichtshof. Denn der Schwimm-Weltverband hatte zuletzt auf eine Strafe verzichtet.

In der "Hammer"-Affäre um eine möglicherweise zerstörte Dopingprobe muss Chinas Schwimmstar Sun Yang wieder eine Sperre fürchten.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA bestätigte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch eine Berufung vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Der Schwimm-Weltverband FINA hatte in dem spektakulären Fall auf eine Strafe gegen den dreimaligen Olympiasieger verzichtet.

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Bei einem unangemeldeten Test im September 2018 in seinem Haus sollen bei Sun und seinen Gefolgsleute bei der Ansicht der Ausweispapiere der Kontrolleure Zweifel an deren Authentizität aufgekommen sein. Daraufhin soll ein Sicherheitsmann von Sun den Testbehälter mit einem Hammer zerstört haben. Die Kontrolleure, die im Auftrag des weltweit operierenden schwedischen Anti-Doping-Dienstleisters IDTM getestet hatten, dokumentierten den Vorfall. Das hatte die englischen Sunday Times berichtet.

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Sun wies dies als "Fake News" zurück, sein Anwalt kündigte rechtliche Schritte gegen die Zeitung an. Die FINA verzichtete nach einer Anhörung im Januar auf eine Strafe.

Schon in der Vergangenheit hatte sich der Weltverband im Umgang mit Sun milde gezeigt. Nach einer positiven Dopingprobe im Jahr 2014 (Trimetazidin) war der siebenmalige Weltmeister nur zu einer Sperre von drei Monaten verurteilt worden, die Strafe wurde zudem erst verspätet publik. Sollte das CAS ihn in der "Hammer"-Affäre für schuldig befinden, droht dem Asiaten das Aus für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

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