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Gwangju 2019 FINA World Championships: Swimming - Day 7 In Gwangju brauchte Caeleb Dressel nur 100 Minuten, um drei WM-Titel zu gewinnen
Gwangju 2019 FINA World Championships: Swimming - Day 7 In Gwangju brauchte Caeleb Dressel nur 100 Minuten, um drei WM-Titel zu gewinnen © Getty Images
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Bei der Schwimm-WM 2019 ist Caeleb Dressel momentan das Maß aller Dinge. Er selbst ist allerdings mehr als kritisch mit sich selbst. Das perfekte Rennen ist das Ziel.

Es scheint, als wäre Caeleb Dressel der moderne König Midas der Schwimm-Welt - alles, was er anfasst, wird zu Gold. Oder zumindest holt er Gold in jedem Wettbewerb, in dem er antritt.

Der US-Amerikaner schaffte am Samstag das Kunststück, in 100 Minuten drei Goldmedaillen zu gewinnen. Erst ließ er der Konkurrenz über 50m Freistil keine Chance, um dann über 100m Schmetterling ebenfalls allen davonzuschwimmen. Zum Abschluss führte er dann auch noch die 4x100m-Freistilstaffel zum Titel - in Weltrekordzeit!

Phelps Rekord in Gefahr

Damit könnte er so eben mal den Rekord eines gewissen Michael Phelps brechen. Aktuell steht Dressel bei sechs Mal Gold und einer Silbermedaille bei diesen Wettkämpfen. Phelps holte 2007 ebenfalls sieben Medaillen, die glänzten aber alle golden. (Medaillenspiegel der Schwimm-WM 2019)

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Der letzte Tag in Südkorea könnte den 22 Jahre alten Überflieger aus Florida also zum alleinigen Rekordhalter machen.

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Der hat momentan aber ganz andere Dinge im Kopf als diese Rekordjagd. Vielmehr macht Dressel zu schaffen, dass er noch zu viele Fehler im Becken macht.

Dressel als eigener Kritiker

"Ich klinge wahrscheinlich wie eine kaputte Schallplatte, aber ich suche immer nach dem Schlechten", wird der Rekordjäger bei Yahoo zitiert. Bei seinem Titel über 50m Freistil haderte er vor allem mit seinem Start. "Der war so schlecht. Ich wünschte, ich könnte den nochmal machen", war Dressel nach dem Rennen unzufrieden und dürfte damit seinen Kontrahenten einen ordentlichen Schock versetzt haben.

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Allerdings haben diese Aussagen nichts mit Arroganz oder mangelndem Respekt vor seinen Gegnern zu tun. Vielmehr sieht Dressel das Schwimmen als Kampf gegen sich selbst. Die anderen Schwimmer sind mehr oder weniger zufällig im Becken. Das Einzige, was zählt, ist das perfekte Rennen.

Das perfekte Rennen ist das Ziel

"Da gibt es so viele Dinge in meinem Rennen, die ich verbessern kann", gibt er fast schon Mantra-artig nach Rennen von sich. Sein Ziel ist klar: "Ich will das perfekte Rennen", erklärt er seinen Ehrgeiz, um aber sofort einzuschränken: "Aber ich glaube, das werde ich nie erreichen!"

Allerdings ist er mit 22 noch jung und kommt erst noch in das beste Schwimmer-Alter. Für seine Kontrahenten bedeutet das, dass sie wohl noch oft Caeleb Dressel zum Sieg gratulieren dürfen. Dem US-Amerikaner hingegen bleiben noch viele Versuche, vielleicht doch noch das perfekte Rennen erleben zu dürfen.

Den Rekord von Phelps will er auf dem Weg dahin noch mitnehmen. Schließlich hat er noch einen Wettkampftag in Gwangju vor sich und die Vorgabe dafür hat er auch schon ausgegeben. "Morgen werde ich wieder bereit sein zu schwimmen - und zwar noch schneller als heute!"

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