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Michael Groß erwartet klare Aussagen vom DSV-Vorstand
Michael Groß erhielt eine Abfuhr vom DSV © FIRO/FIRO/SID
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Der dreimalige Olympiasieger Michael Groß wird kein neuer Leistungssport-Direktor im Deutschen Schwimm-Verband. Der DSV sagte Groß nun ab.

Der dreimalige Olympiasieger Michael Groß wird kein neuer Leistungssport-Direktor im Deutschen Schwimm-Verband. DSV-Präsident Marco Troll habe ihm in einem Telefonat mitgeteilt, dass der Verband "keine Zusammenarbeit anstrebt, weil eine interne Lösung bevorzugt wird", sagte Groß der FAZ. Im Tagesspiegel ergänzte der "Albatros": "Ich bin nicht enttäuscht. Der DSV trifft seine Entscheidungen und das ist zu respektieren."

In einer Präsidiumssitzung am Freitag soll eine Entscheidung über den vakanten Posten fallen. Groß war von den Bundestrainern als Interimslösung bis Ende des Jahres vorgeschlagen worden. 

"Ich habe nicht aufgrund des Chaos' im DSV meine Bereitschaft erklärt, sondern wegen der extremen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie", hatte der erfolgreiche Unternehmer dem SID gesagt: "Das Wasser hat mir in meinem Leben sehr viel gegeben, und in der aktuell schwierigen Situation würde ich gerne meine Kompetenz außerhalb des Beckens einbringen." Doch dazu wird es nun nicht kommen.

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Notwendig wird die Neubesetzung, weil sich der DSV vor einigen Wochen von Thomas Kurschilgen getrennt hat. Über die genauen Gründe will sich Troll aufgrund des schwebenden Verfahrens nicht äußern, doch das wird ihm intern als mangelnde Transparenz ausgelegt. 

Der erst im November gewählte Präsident steht massiv unter Druck. In einem offenen Brief, der unter anderem von den Bundestrainern, den Athletensprechern und den Ex-Stars Franziska van Almsick, Britta Steffen und Paul Biedermann unterzeichnet ist, wurden Troll eine "intransparente und diffuse Kommunikation" sowie die Hauptverantwortung für die "Krise zur Unzeit" vorgeworfen.

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