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John Newcombe gewann sieben Grand-Slam-Titel
John Newcombe gewann sieben Grand-Slam-Titel © Getty Images
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John Newcombe ist während seiner aktiven Karriere für sein kompromisslosen Angriffsspiel bekannt. Der siebenmalige Grand-Slam-Sieger feiert seinen 75. Geburtstag.

Als Tennisspieler war der Australier John Newcombe berühmt für drei Dinge: Erbarmungslos effizientes Serve-and-Volley, überraschende Asse beim zweiten Aufschlag und natürlich seinen beeindruckenden Schnauzbart.

Historisch bedeutsam ist der siebenmalige Grand-Slam-Sieger, seit 1966 mit der Deutschen Angelika Pfannenburg verheiratet, aber zudem durch die wichtige Rolle, die er bei der Professionalisierung seines Sports spielte. Am 22. Mai wird er 75 Jahre alt.

Denn als Newcombe 1965 gemeinsam mit seinem Landsmann Tony Roche bei den Australian Open triumphierte und damit den ersten von später 17 Major-Titeln im Doppel gewann, war Tennis noch ausschließlich eine Angelegenheit für reine Amateure. Auch als er zwei Jahre später in Wimbledon und bei den US Open seine ersten beiden Grand-Slam-Siege im Einzel feierte und nebenbei erstmals zur Nummer eins der Amateur-Weltrangliste aufstieg, war das noch so.

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Newcombe von Wimbledon ausgeschlossen

Nachdem sich Newcombe dann wie einige seiner Mitstreiter entschlossen hatte, Profi zu werden, wurde er 1972 von Wimbledon ausgeschlossen. Ein Jahr später boykottierte der bei den Fans beliebte "Newk" das Turnier im Rasen-Mekka von London und trug damit zur endgültigen Öffnung des "weißen Sports" für professionelle Spieler bei. Nach seinem Karriereende 1974 stand er ab 1977 zwei Jahre als Präsident an der Spitze der Spielerorganisation ATP.

Sportlich war Newcombe der letzte Vertreter der großen Ära der Australier, die mit Spielern wie Rod Laver, Roy Emerson oder Ken Rosewall über mehrere Jahrzehnte die Tennis-Welt dominierten. Im Einzel gewann er jeweils zweimal die Australian und die US Open, sowie dreimal Wimbledon, dazu kamen außerdem fünf Triumphe im Davis Cup. Er ist Mitglied der australischen und der Tennis-"Hall of Fame" und betreibt bis heute in Texas eine nach ihm benannte Nachwuchs-Akademie.

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