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TENNIS-ATP-MON © Getty Images
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München - Für Jungstar Alexander Zverev ist der Disput mit Rafael Nadal ein Missverständnis. Der Deutsche will mit Nadal darüber sprechen. Für den Davis Cup sagt er zu.

Die überraschende Achtelfinal-Niederlage in Barcelona gegen den Koreaner Hyeon Chung (1:6, 4:6) hat Alexander Zverev abgeschüttelt, nun gilt die volle Konzentration der nächsten Aufgabe, den BMW Open in München.

"Ich bin froh wieder in Deutschland zu sein",  sagte der gebürtige Hamburger im Vorfeld des Turniers im Rahmen einer Presserunde. Gut gelaunt zeigte sich der 20-Jährige, der "sehr gute Erinnerungen" an das Turnier habe, bei dem er 2016 das Halbfinale erreichte.

Zugleich stellte Zverev einen Disput mit Rafael Nadal vom Turnier in Barcelona  klar: "Das war ein Missverständnis. Da haben die Journalisten etwas verdreht. Ich hoffe, ich kann mit Rafael sprechen, wenn ich ihn das nächste Mal sehe." 

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Nadal wundert sich über Zverev

Zverev hatte vor seiner Niederlage gegen Chung gesagt, dass er nach Barcelona gekommen sei, um Nadal erneut herauszufordern. Zuvor war er in Monte Carlo mit 1:6, 1:6 vom Sandplatzkönig vom Platz geschossen worden.

"Es ist seltsam, dass er davon sprach, bei einem Event anzutreten, um auf einen bestimmten Spieler zu treffen. Ich trete unter der Prämisse an, weil ich mich verbessern will oder es besser in meinen Turnierplan passt", sagte Nadal.

Während Zverev mit Federer öfter zusammen trainiert, beschränkt sich sein Verhältnis zu Nadal auf das Wesentliche. "Es ist normal. Er kennt mich wenig, ich kenne ihn wenig. Wir sagen uns Hallo im Lockerroom", sagte Zverev.

Zverev verzichtet auf Doppel mit Bruder

Anders als 2016 in München und bei mehreren Turnier 2017 setzt die Nummer 21 der Welt den Fokus in der bayrischen Landeshauptstadt auf das Einzel und verzichtet auf ein Doppel mit seinem Bruder Mischa. "Das hat in die Turnierplanung nicht reingepasst. Das wird dann zu schwer. Aber wir werden in der Zukunft wieder zusammen spielen", sagte er auf SPORT1-Nachfrage.

Lobende Worte fand Zverev für Tommy Haas, der 2017 seine Abschiedstour gibt und ebenfalls in München startet: "Tommy ist der beste deutsche Tennisspieler seit der Ära Becker und Graf."  

Angesprochen, was man dem scheidenden Haas in München gönnt, wenn ein mögliches Viertelfinale Haas gegen Zverev lauten könnte, machte Zverev bei SPORT1 deutlich: "Dann gönne ich ihm das Viertelfinale."

Zverev, an Position drei gesetzt, hat ein Freilos in der ersten Runde und trifft am Mittwoch auf den Sieger der Partie Josef Kovalik (SVK) gegen Jeremy Chardy (FRA). 

Zverev gibt Zusage für Davis Cup

Der deutschen Davis-Cup-Mannschaft will Zverev beim Kampf gegen den Abstieg aus der Weltgruppe auf jeden Fall zur Verfügung stehen.

"Ich spiele in Portugal", seine Teilnahme sei sicher, bestätigte der 20-Jährige. Das Duell gegen Portugal findet vom 15. bis 17. September statt, Austragungsort und Bodenbelag in Portugal stehen noch nicht fest.

Seine Erstrundenpartie hatte das Team des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) im Februar gegen Belgien mit 1:4 verloren. Zverev verlor dabei das entscheidende Einzel, nachdem er zuvor auch im Doppel an der Seite seines Bruders Mischa als Verlierer vom Platz gegangen war.

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