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NOVENTI OPEN 2019 - Day 4
NOVENTI OPEN 2019 - Day 4 © Getty Images
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Alexander Zverev trotzt seinen Kniebeschwerden und besiegt Steve Johnson aus den USA in zwei Sätzen. Der Deutsche erreicht das Viertelfinale von Halle.

Alexander Zverev jagte seinem Gegner Steve Johnson immer wieder seine Vorhand um die Ohren, servierte stark und zeigte sein bislang bestes Spiel der jungen Rasensaison - von den Knieproblemen der vergangenen Tage war nichts mehr zu sehen.

Mit einer souveränen Vorstellung hat der 22-Jährige zum dritten Mal das Viertelfinale beim ATP-Turnier in Halle/Westfalen erreicht, er besiegte den US-Amerikaner Johnson nach 76 Minuten mit 6:3, 7:5.

Federer müht sich

Deutlich mehr Mühe hatte Rekordsieger Roger Federer. Der Schweizer kämpfte den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga nach 2:16 Stunden mit 7:6 (7:5), 4:6, 7:5 nieder, in den letzten beiden Sätzen agierte Federer ungewohnt fahrig und war teilweise völlig von der Rolle.

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"Im dritten Satz war es eine Schlacht, ich hatte auch ein bisschen Glück", sagte Federer, auf den in der Runde der letzten Acht nun Roberto Bautista Agut (Spanien/Nr. 7) wartet.

Zverev: "Nicht einfach für mich"

"Gegen Steve ist es immer sehr schwierig. Die letzten paar Tage waren nicht einfach für mich, ich bin froh, dass ich hier auf dem Platz stehen kann. Bei jedem anderen Turnier wäre ich nach Hause gefahren und hätte mich auf Wimbledon vorbereitet", sagte Zverev.

In der Runde der letzten Acht wartet nun am Freitag der Belgier David Goffin auf Zverev, auch in diese Partie geht der Fünfte der Weltrangliste als Favorit, zumal die Vorzeichen klar für ihn sprechen. Zweimal begegneten sich die beiden Spieler auf der Tour, zweimal gewann Zverev.

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Lange hatte es Zweifel gegeben, ob Zverev überhaupt zu seinem Achtelfinale antreten kann. Am Montag war er in seiner Auftaktpartie auf dem nassen Rasen böse ausgerutscht, hatte nach einer kurzen Behandlungspause aber weitergespielt und im zweiten Satz einen 2:5-Rückstand zum Sieg gedreht.

Tags darauf sagte er jedoch den geplanten Start im Doppel an der Seite seines Bruders Mischa ab, am Mittwoch trainierte er wieder - wenn auch mit Bandagen am linken Bein.

Zverev fit und ausgeruht

Davon war im Spiel gegen Johnson nichts mehr zu sehen, Zverev wirkte fit und ausgeruht. Dennoch sah sich der ATP-Champion schon nach elf Minuten mit zwei Breakbällen konfrontiert, befreite sich aber mit starken Aufschlägen aus der prekären Situation.

Einfach, das wusste Zverev, sollte es gegen Johnson nicht werden - auch wenn dieser in der Weltrangliste 71 Plätze hinter dem Hamburger steht. Zverev hatte vor der Partie den "unglaublichen Aufschlag", die "gute Vorhand" und generell das "sehr gute Rasenspiel" seines Gegners gelobt, der zum Auftakt den früheren Halle-Sieger Philipp Kohlschreiber klar geschlagen hatte.

Der bessere Spieler am Donnerstag war aber Zverev. Beide Gegner trauten sich kaum ans Netz und bekämpften sich größtenteils von der Grundlinie aus - und dort besaß der Lokalmatador vor allem mit seiner starken Vorhand deutliche Vorteile.

Zverev konstanter

Die ersten beiden Möglichkeiten von Deutschlands Nummer eins zum Break konnte Johnson noch entschärfen, die dritte Chance zum 4:3 ließ sich Zverev nicht entgehen, nach 34 Minuten nahm er Johnson den Aufschlag erneut zum Satzgewinn ab.

Zverev (22) agierte deutlich konstanter als noch in Stuttgart in der Vorwoche oder bei seinem Erstrundensieg in Halle - vor allem bei eigenem Aufschlag. Doch auch Johnson servierte überzeugend, die ersten Breakbälle des zweiten Satzes gab es erst beim Stand von 6:5 - und Zverev verwandelte direkt den ersten zum Matchgewinn.

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