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Die ATP hat sich im Fall Nick Kyrgios festgelegt. Der australische Tennisprofi wird für sein Fehlverhalten zwar bestraft, kommt aber mit Bewährung davon.

Bewährung für den australischen Tennis-Bad-Boy: Nick Kyrgios ist nach seinem Ausraster beim Masters in Cincinnati/Ohio glimpflich davongekommen.

Erst beim nächsten Fehlverhalten wird der Weltranglisten-27. für vier Monate gesperrt und muss 25.000 Dollar Strafe zahlen. Die Spielerorganisation ATP setzte die Bewährung für sechs Monate an.

Kyrgios mit Mega-Ausraster in Cincinnati

Kyrgios hatte im August in Cincinnati während des Zweitrundenmatches gegen den Russen Karen Chatschanow zwei seiner Schläger in den Katakomben zerstört, nachdem ihm der irische Stuhlschiedsrichter Fergus Murphy eine Toilettenpause aufgrund Zeitmangels verweigert hatte.

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Zudem hatte er in Richtung des Referees gespuckt, ihn beleidigt und sich mit dem Publikum angelegt.

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Die ATP belegte den 24-Jährigen nach dem Turnier mit einer Geldstrafe von 113.000 Dollar, daraufhin attackierte Kyrgios den Verband. Bei den US Open bezeichnete er die ATP als "ziemlich korrupt". Wenig später ruderte er via Twitter kleinlaut zurück ("nicht die richtige Wortwahl"), die ATP sah in der Verbalattacke "kein schweres Vergehen".

Laver forderte Strafe 

Australiens Tennis-Idol Rod Laver hatte zuvor eine Sperre für seinen unbelehrbaren Landsmann gefordert.

"Er hätte aufgrund seiner Aufschlag-Qualitäten ein großer Champion werden können oder könnte noch einer werden. Aber sein Gehirn ist ihm im Weg. Er will sich nicht an die Regeln oder die Schiedsrichter halten", sagte der elfmalige Grand-Slam-Champion: "Alles was sie ausprobiert haben, hat nicht funktioniert. Eine Suspendierung wäre die einzige Antwort."

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Davon sah die ATP nun ab, gab dem "Problemfall" jedoch einige Auflagen mit auf den Weg. So muss sich Kyrgios auf der ATP-Tour von einem Mentaltrainer begleiten lassen, zudem muss er in der Saisonvorbereitung im November und Dezember mit einem Verhaltenspsychologen arbeiten.

Kyrgios war bereits in der Vergangenheit auf und neben dem Platz wiederholt verhaltensauffällig geworden. 2016 sperrte ihn die ATP für acht Wochen, daraufhin gelobte Kyrgios Besserung. Er werde die freie Zeit nutzen, um an sich zu arbeiten, teilte er mit.

Nachdem Kyrgios sich in sportpsychologische Behandlung begeben hatte, reduzierte die ATP die Sperre auf drei Wochen.

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