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Deutschlands Frauentennis-Chefin Barbara Rittner schließt sich in der Kritik an Novak Djokovic an - und unterstellt ihm, die Bodenhaftung verloren zu haben.

Deutschlands Frauentennis-Chefin Barbara Rittner hat sich der Kritik an der Adria-Tour angeschlossen.

"Das ist für die gesamte Tennis-Familie eine absolute Katastrophe. Da verstehe ich nicht, in welcher Welt die leben. Einigen ist ihr Erfolg wohl zu Kopf gestiegen", sagte Rittner dem Kölner Stadt-Anzeiger, noch bevor Mitorganisator Novak Djokovic am Mittag bekanntgab, dass er positiv auf Corona getestet wurde.

Bei der Show-Tour rund um den Weltranglistenersten hatten sich auch die Teilnehmer Grigor Dimitrow (Bulgarien), Borna Coric (Kroatien) und Viktor Troicki (Serbien) mit COVID-19 angesteckt.

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"Djokovic kann sich nicht dahinter verstecken"  

"Auch ein Novak Djokovic kann sich meiner Meinung nach nicht dahinter verstecken, dass sie sagen, sie hätten sich an die vorgegebenen Regularien gehalten. Denn offensichtlich gab es da keine richtigen Regularien", sagte die 47-Jährige.

Sie fügte an: "Die ganze Welt hält Abstand und trägt Masken. Und an der Adria saß man Schulter an Schulter ohne Masken, hat nachts gefeiert und sich oberkörperfrei in den Armen gelegen."

Djokovic habe der Tenniswelt "einen Bärendienst erwiesen."

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Das Finale zwischen Djokovic und Andrej Rublew (Russland) wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Die Adria-Tour hatte vor allem bei der Station Belgrad viel Kritik hervorgerufen. Die Zuschauerränge waren prall gefüllt, die Spieler umarmten sich und feierten ausgelassen in einem Club.

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