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Alexander Zverev und Angelique Kerber standen zuletzt beim Hopman Cup zusammen auf dem Feld
Alexander Zverev und Angelique Kerber standen zuletzt beim Hopman Cup zusammen auf dem Feld © Getty Images
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Boris Becker traut den deutschen Top-Stars bei den Australian Open viel zu und hält Siege von Julia Görges, Angelique Kerber oder Alexander Zverev für möglich.

Julia Görges und Angelique Kerber bei den Damen, Alexander Zverev bei den Herren: Die drei deutschen Tennis-Topstars sind bereit für den Titel bei den Australian Open. Das glaubt zumindest Boris Becker. 

Der ehemalige Melbourne-Sieger schwärmt im SZ-Interview von den Deutschen. "Ich habe Julia Görges erstmals hautnah bei den US Open erlebt als Zuschauer, sie hat mich sehr beeindruckt. Für mich gehört sie absolut in die ersten Zehn. Und wenn es gut läuft, sogar höher", sagte Becker über die derzeit beste deutsche Tennisspielerin (Der Spielplan der Damen).

Der 50-Jährige hält sogar den Titel für möglich: "Vieles hängt von der Tages- und Wochenform ab. Wer in der zweiten Turnierwoche eine gute Form erwischt, kann den Titel gewinnen. Wie Angelique Kerber vor zwei Jahren, als sie in Melbourne gewann, kann es Görges ganz nach oben treiben."

Und auch Kerber traut Becker den großen Erfolg zu. "Ich halte übrigens auch Kerber für stark genug, dieses Jahr deutlich besser zu spielen als letztes. Ihre Spiele beim Hopman Cup in Perth haben mich beeindruckt, als sie als Teampartnerin von Zverev alle ihre Einzel gewann. Und auch in Sydney war sie absolut klasse. Das sind Anzeichen, dass sie sich in der Pause gut vorbereitet hat und fit ist", erklärt Becker.

"Erfolg von Zverev eine Frage der Zeit"

Auch im Herren-Feld gibt es mit Zverev einen aussichtsreichen deutschen Kandidaten. Laut Becker könnte es in Melbourne zu einer Wachablösung kommen.

"Vielleicht ist das jetzt in Melbourne der Fall. Ich meine damit Spieler wie Alexander Zverev, Dominic Thiem, Nick Kyrgios. Sie sind stark genug, schon in Melbourne die Trophäe zu heben", mutmaßt Becker.

Allerdings müsse sich Zverev noch an die Dauer von 14 Tagen bei Grand Slams gewöhnen. "Man kann nicht in jedem Match hundertprozentig fit sein oder sein bestes Tennis spielen. Man muss auch mal gewinnen, wenn man nicht so gut spielt", erklärt Becker.

Ein Erfolg von Zverev bei einem Grand Slam sei aber nur noch "eine Frage der Zeit": "Es kann sein, dass es jetzt schon losgeht. Ich halte es nicht für ausgeschlossen", sagt der TV-Experte. (Der Spielplan der Herren)

Görges steigt schon in der Nacht auf Montag gegen Sofia Kenin aus den USA in das Turnier ein, Kerber startet am Dienstag gegen die Deutsche Anna-Lena Friedsam. Zverev beginnt am selben Tag gegen den Italiener Thomas Fabbiano.

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