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In Wimbledon wird in diesem Jahr nicht um den Turniersieg gespielt
In Wimbledon wird in diesem Jahr nicht um den Turniersieg gespielt © Getty Images
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Dirk Hordorff hat Verständnis für die Absage des wichtigsten Grand-Slam-Turniers. Der Vizepräsident des DTB hält möglich, dass 2020 kein Profitennis mehr gespielt wird.

Vizepräsident Dirk Hordorff vom Deutschen Tennisbund (DTB) hat mit großem Verständnis auf die Absage des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon reagiert.

Die Entscheidung der Londoner Organisatoren sei "verantwortungsbewusst, sie ist an den Fakten und an der heutigen Situation orientiert", sagte Hordorff am Donnerstag im SID-Interview: "Zu einem Zeitpunkt, an dem Olympia das erste Mal außerhalb von Weltkriegszeiten abgesagt wurde, ist es einfach undenkbar, ein Tennisturnier mit der Bedeutung von Wimbledon stattfinden zu lassen.

Daher sei "zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung" getroffen worden, führte Hordorff weiter aus und verteidigte den relativ frühen Zeitpunkt der Absage: "Wimbledon ist nicht irgendein Tennisturnier, es ist das größte Tennisturnier der Welt. Leute müssen ihre Reisen planen, ihre Hotels und ihre Häuser buchen. Man kann die Anlage auch nicht in einer Woche aufbauen."

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Der veranstaltende All England Lawn Tennis and Croquet Club (AELTC) hatte den für Sommer (29. Juni bis 12. Juli) geplanten Rasenklassiker am Mittwoch wegen der Corona-Pandemie abgesagt, stattdessen soll die 134. Ausgabe nun vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 über die Bühne gehen.

Hordorff: Kein Profitennis 2020 möglich

Die Männer-Tour ATP und die Frauen-Tour WTA dehnten im Zuge der Wimbledon-Entscheidung ihre Spielpause am Mittwoch bis mindestens 13. Juli aus. Es werden bereits sogar Befürchtungen laut, etwa von Australian-Open-Chef Craig Tiley, dass in diesem Jahr überhaupt kein Profitennis mehr gespielt werden kann. Für Hordorff ist dies ein durchaus denkbares Szenario.

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"Tennis ist eine internationale Sportart, die sehr viel Reisetätigkeit mit sich bringt. Wenn wir heute noch nicht einmal mit dem Auto ins Nachbarland fahren können, ist das völlig undenkbar", sagte der 63-Jährige und blickte voraus: "Wenn wir in einem Vierteljahr da stehen, wo wir heute stehen, wird es auch weiterhin kein internationales Turnier geben."

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