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Kevin Krawietz (r.) und Andreas Mies stehen erneut im Finale der French Open
Kevin Krawietz (r.) und Andreas Mies stehen erneut im Finale der French Open © Imago
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Ein Jahr nach ihrem historischen Triumph stehen Kevin Krawietz und Andreas Mies bei den French Open erneut im Endspiel. Im Halbfinale trumpfen sie souverän auf.

Kevin Krawietz ging überglücklich in die Knie, der Jubelschrei von Andreas Mies war wohl bis zum Eiffelturm zu hören: Paris bleibt ein magischer Ort für das deutsche Doppel. Ein Jahr nach dem historischen Coup ist das Duo aus Coburg und Köln nur noch einen Schritt von der erfolgreichen Titelverteidigung entfernt.

Sie erreichten am Donnerstag das Finale der French Open mit einem 6:3, 7:5 gegen Wesley Koolhof (Niederlande) und Nikola Mektic (Kroatien). (Spielplan und Ergebnisse der French Open 2020

"Es ist unwirklich. Unglaublich!", sagte Mies nach der Partie mit einem breiten Grinsen im Gesicht. "Es ist nicht so einfach in Worte zu fassen", fügte Krawietz an.

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2019 hatten Krawietz/Mies mit ihrem Titelgewinn in Roland Garros den größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert - am Samstag wollen sie ihren Triumph wiederholen. Finalgegner sind dann Mate Pavic (Kroatien) und Bruno Soares (Brasilien), die im September die US Open gewonnen hatten. 

"Letztes Jahr haben wir unsere ersten French Open gespielt und gewonnen. Nun stehen wir wieder im Finale", sagte Mies: "Dieser Ort macht irgendetwas mit uns."

Krawietz: Paris ein spezieller Ort

Krawietz und Mies hatten von Beginn ihres erneuten Abenteuers in der französischen Hauptstadt an keinen Zweifel daran gelassen, welche Bedeutung Roland Garros für ihre Karriere hat. "Auch in zehn oder 20 Jahren wird Paris für uns ein spezieller Ort sein", sagte der Krawietz, der wie Mies nicht ohne Zweifel angereist war.

Die Form nach dem Turnier in Hamburg, in dem das deutsche Doppel an Koolhof/Mektic gescheitert war, warf Zweifel auf, von denen die beiden sich in Paris Schritt für Schritt lösten. Auch die Erinnerungen an den 8. Juni 2019, als sie den ersten Triumph eines deutschen Doppels in Roland Garros seit 1937 feierten, trieben sie an.

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Im Achtelfinale wehrten sie gegen die Franzosen Benjamin Bonzi/Antoine Hoang drei Matchbälle ab und zeigten dann im Viertelfinale eine enorm reife Leistung.

Deutsches Doppel Krawietz/Mies im French-Open-Finale

Gegen Koolhof/Mektic galt es für das deutsche Team aber, noch etwas draufzupacken. Und sie legten wild entschlossen mit einem Break los und bestätigten dies mit einem sicheren Aufschlagspiel. "Wir haben heute sehr clever, sehr smart gespielt. Aber sie sind ein starkes Team", sagte Mies: "Es wird ein spannendes Match."

Krawietz/Mies agierten von der Grundlinie aus sicher, waren am Netz enorm präsent und nahmen Koolhof/Mektic den ersten Satz im Turnierverlauf ab. Nach dem Halbfinaleinzug hatte Krawietz festgestellt, dass "alle Schläge da" sind, dies galt auch für den Auftritt am Donnerstag. 

Krawietz und Mies wirkten auch zu Beginn des zweiten Satzes weiter locker, entschieden viele der längeren Ballwechsel für sich und kamen zu Breakchancen - nutzten diese zunächst aber nicht. Doch sie blieben hartnäckig dran und stehen erneut im Finale.

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