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Angelique Kerber stürzte von Platz 1 auf Platz 21 der Weltrangliste ab
Angelique Kerber stürzte von Platz 1 auf Platz 21 der Weltrangliste ab © Getty Images

Nach ihrem enttäuschenden Jahr 2017 geht Angelique Kerber mit neuem Trainer in die neue Saison. Der führte schon andere große Namen zum Erfolg.

Angelique Kerber hat Konsequenzen aus ihrem enttäuschenden Jahr 2017 gezogen und geht mit Wim Fissette als neuem Trainer in die anstehende Saison.

Das gab die zweimalige Grand-Slam-Siegerin, die in den vergangenen elf Monaten in der Weltrangliste von Platz eins auf Rang 21 abgerutscht ist, am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt.

Ex-Coach von Clijsters und Halep

Der 37-jährige Belgier Fissette hatte 2013 Sabine Lisicki ins Wimbledon-Finale geführt und unter anderem schon Kim Clijsters (Belgien), Simona Halep (Rumänien), Wiktoria Asarenka (Weißrussland) und zuletzt Johanna Konta (Großbritannien) betreut.

"Mit Wim fängt ein neues Kapitel an und ich freue mich darauf, nächste Woche mit ihm zum ersten Mal auf dem Platz zu stehen", sagte die 29-jährige Kerber: "Er hat schon oft bewiesen, wie gut er als Trainer ist und ich bin gespannt, was wir zusammen erreichen können."

Ihr bisheriger Trainer Torben Beltz gehört damit nicht mehr zum Team. Beltz hatte Kerber bis auf eine gut zweijährige Unterbrechung (Ende 2012 bis Anfang 2015), in der sie von Benjamin Ebrahimzadeh betreut wurde, während ihrer bisherigen Profikarriere gecoacht.

"Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich Torben bin, für alles, was wir in den letzten Jahren zusammen erlebt haben. Er ist nicht nur ein Trainer gewesen, sondern auch ein richtig guter Freund und wird das auch bleiben", meinte die Kielerin.

Derzeit befindet sie sich noch im Urlaub auf den Seychellen. Bereits in den vergangenen Tagen hatte Kerber in einem emotionalen Brief an ihre Fans angekündigt, "neue Wege" gehen zu wollen.

"Für euch, aber ebenso für mich, denn Tennis ist meine Leidenschaft", hatte die 29-Jährige geschrieben, die nach ihrem Traumjahr 2016 mit den Sternstunden in Melbourne und New York in ihrer bislang größten sportlichen Krise steckt. 

2017 nur ein Finale für Kerber

Kerber hat 2017 kein Turnier gewonnen und stand nur in einem Finale (Monterrey). Im vergangenen Jahr hatte die Linkshänderin bei den Australian Open sowie den US Open triumphiert und als zweite Deutsche nach Steffi Graf den Sprung an die Spitze des WTA-Rankings geschafft.

Das erste Turnier für Kerber in der nächsten Saison ist der Hopman Cup in Perth vom 30. Dezember 2017 bis 6. Januar 2018, bei dem sie mit Alexander Zverev das deutsche Team bildet.

In diesem Jahr hatte Kerber eine Gesamt-Bilanz von 29:24 Siegen - in ihrer Traumsaison waren es 64:19 Erfolge. Als deutsche Nummer eins war sie jüngst von ihrer Fed-Cup-Kollegin Julia Görges (Nr. 14) abgelöst worden.

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