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Timo Boll ist die Nummer eins der Weltrangliste
Timo Boll ist die Nummer eins der Weltrangliste © Getty Images
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Timo Boll verliert bei den German Open gegen den Olympiasieger. Mit Patrick Franziska kämpft noch ein Deutscher um den Heimsieg.

Für die deutschen Tischtennis-Stars ist das German-Open-Heimspiel gut einen Monat vor der Mannschafts-WM im schwedischen Halmstad weitgehend zu einem Dämpfer geraten.

Der Weltranglistenerste Timo Boll verpasste am Tag nach der Erstrunden-Aufgabe von Titelverteidiger Dimitrij Ovtcharov den Einzug ins Halbfinale durch ein 1:4 im Gipfeltreffen mit Chinas Olympiasieger und Weltmeister Ma Long. Damit ist Überraschungs-Halbfinalist Patrick Franziska (Saarbrücken) am Schlusstag des 235.000-Dollar-Turniers der letzte Trumpf der Gastgeber.

Boll konnte gegen den mittlerweile auf Rang neun abgerutschten "Dominator" Ma seinen Coup aus dem Weltcup-Halbfinale im vergangenen Herbst in Lüttich nicht wiederholen und musste damit die Hoffnungen auf seinen fünften Heimsieg seit 2004 begraben.

Nachdem der 37 Jahre alte Vorjahresfinalist bereits im Achtelfinale gegen Ex-Doppelweltmeister Chuang Chih-Yuan (Taiwan) beim 4:3 nach Abwehr eines Matchballes weiterhin Probleme offenbart hatte, stellte Ma eine unüberwindliche Hürde für den Rekordeuropameister dar und verwandelte im elften Duell seit 2008 seinen dritten Matchball zum neunten Sieg. Boll ließ dabei im letzten Durchgang eine 10:5-Führung und drei weitere Satzbälle zum 2:3 ungenutzt.

Franziska trifft auf Chinesen

Franziska steht unterdessen an der Weser zum zweiten Mal nach seiner Finalniederlage bei den Korean Open im vergangenen Jahr gegen Boll in der Vorschlussrunde eines World-Tour-Turniers.

Der Ex-Düsseldorfer düpierte nach seinem glücklichen Aufgabe-Erfolg zum Auftakt gegen Ovtcharov den portugiesischen Ex-Mannschaftseuropameister Marcos Freitas (4:2) und auch Schwedens Spitzenspieler Kristian Karlsson (4:1), der zuvor im Achtelfinale den Fuldaer Abwehrstrategen Ruwen Filus mit 4:1 aus dem Turnier geworfen hatte.

Im Semifinale gegen Chinas 25 Plätze höher notierten Weltranglistenfünften und Doppel-Weltmeister Xu Xin gilt Franziska jedoch als eindeutiger Außenseiter.

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